KV-Metall: In der Gießereiindustrie könnte ab Montag gestreikt werden

Die MetallerInnen kämpfen für ihren Kollektivvertrag

Der Kampf um einen einheitlichen Kollektivvertragsabschluss für die gesamte Metallindustrie geht weiter. Morgen, Freitag, verhandeln die Gewerkschaften PRO-GE und GPA-djp zum dritten Mal mit den Arbeitgebern der Gießereiindustrie über Lohn- und Gehaltserhöhungen. Die Unternehmen verwehren den rund 7.500 Beschäftigten die bisher mit allen anderen fünf Arbeitgeberverbänden der Metallindustrie erzielte Erhöhung von 2,6 bis 2,8 Prozent.

In rund 20 Betrieben werden daher bis einschließlich heute, Donnerstag, Betriebsversammlungen abgehalten und Kampfmaßnahmen beschlossen. Die Gewerkschaften erreichen mit diesen Versammlungen mehr als 80 Prozent aller Beschäftigten in der Gießereiindustrie.

BetriebsrätInnen und Belegschaften solidarisch

Karl Dürtscher, Chefverhandler für die GPA-djp sagt: "Die Metallerinnen und Metaller der Gießereiindustrie werden diese Geringschätzung nicht hinnehmen. Die BetriebsrätInnen und Belegschaften sind solidarisch und bereit, für die Lohn- und Gehaltserhöhung von mindestens 2,6 bis 2,8 Prozent zu kämpfen."

Scheitern also die Verhandlungen am Freitag, werden nächste Woche die Betriebsversammlungen wieder aufgenommen und in Warnstreiks übergehen. "Die Kampfbereitschaft ist hoch, wir sind bereit, den Konflikt zusammen mit den Beschäftigten auszutragen", erklärt Dürtscher.

Info:
Kollektivverträge regeln für alle ArbeitnehmerInnen einer Branche das Gehalt und sogenanntes Rahmenrecht wie Arbeitszeit, Altersteilzeit, Zuschläge und Zulagen und vieles mehr.