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Fritz-Freyschlag- und Christoph-Leitl-Preis 2026 verliehen

HABAU, StoP Linz und der ehemalige Oberbank-Generaldirektor Hermann Bell wurden für ihr besonderes Engagement für Solidarität, soziale Verantwortung und gelebte Sozialpartnerschaft ausgezeichnet.

W. Spitzbart/AK OÖ

Die Preisverleihung fand im Rahmen einer gemeinsamen Festveranstaltung von Arbeiterkammer und Wirtschaftskammer Oberösterreich zum 80-jährigen Bestehen der Sozialpartnerschaft statt.
„Sozialpartnerschaft lebt davon, dass wir nicht das Trennende in den Mittelpunkt stellen, sondern gemeinsam nach Lösungen suchen. Diese Haltung ist heute wichtiger denn je“, betonten AK-Präsident Andreas Stangl und WK-Präsidentin Doris Hummer.

Fritz-Freyschlag-Preis für HABAU und StoP Linz

Der Fritz-Freyschlag-Preis würdigt besonderes Engagement für Solidarität und soziale Partnerschaft. Die diesjährigen Auszeichnungen gingen an zwei Preisträger:innen, die auf unterschiedliche Weise gesellschaftliche Verantwortung übernehmen.
Die HABAU Hoch- und Tiefbaugesellschaft m.b.H. unterstützt ihre Beschäftigten und deren Familien unter anderem durch einen Sozialfonds, der seit 1999 in unverschuldeten Notlagen hilft. Ergänzend dazu erleichtern Angebote wie eine betriebsinterne Krabbelstube und die Sommerbetreuung die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Auch das betriebliche Eingliederungsmanagement unterstützt Kolleg nach längeren Krankenständen oder bei gesundheitlichen Problemen.
StoP Linz – Stadtteile ohne Partnergewalt setzt sich gegen Partnergewalt ein und stärkt die Zivilcourage im unmittelbaren Lebensumfeld. Das Projekt sensibilisiert Nachbar dafür, bei Gewalt gegen Frauen nicht wegzusehen, Betroffenen Unterstützung anzubieten und Hilfe zu organisieren. Denn Solidarität beginnt oft mit dem Mut, hinzusehen und aktiv zu werden.
Beide Preisträger:innen zeigen, wie wichtig gegenseitige Unterstützung und die Übernahme von Verantwortung für eine solidarische Gesellschaft sind.

Erstmals verliehen: Christoph-Leitl-Preis

Anlässlich von 80 Jahren Sozialpartnerschaft wurde 2026 erstmals auch der Christoph-Leitl-Preis vergeben. Er erinnert an den langjährigen Präsidenten der Wirtschaftskammer Österreich, der von 2000 bis 2018 die Sozialpartnerschaft und die österreichische Sozial- und Wirtschaftspolitik maßgeblich prägte. Ausgelobt und überreicht wurde die Auszeichnung von WKOÖ-Präsidentin Doris Hummer.
Erster Preisträger ist der ehemalige Oberbank-Generaldirektor Dkfm. Dr. Hermann Bell. Damit wurden sowohl seine wirtschaftlichen und unternehmerischen Leistungen als auch sein vielfältiges soziales Engagement gewürdigt.
Das Preisgeld von 3.000 Euro widmete Bell zu gleichen Teilen dem Verein Immanuel, der Menschen mit psychischen Erkrankungen bei der Integration in den Arbeitsmarkt unterstützt, und dem Oberbank-Betriebskindergarten.