Hass im Netz als alarmierendes Zeichen
Bereits jede:r zweite Jugendliche sieht sich damit konfrontiert
Mit Hass im Netz in Berührung zu kommen, ist längst Realität in Österreich. Das unterstreichen aktuell veröffentlichte Daten von Statistik Austria aus dem Jahr 2025: Demnach gaben 37 Prozent der Befragten an, in den vergangenen drei Monaten auf Hass im Netz aufmerksam geworden zu sein. 2023 lag dieser Wert noch bei 31 Prozent. Die Motive reichen dabei von politischen und gesellschaftlichen Ansichten bis hin zu Geschlechtsidentität und sexueller Orientierung.
Jugendliche besonders betroffen
Obwohl die Zahlen aus Österreich 2025 unter dem EU-Schnitt liegen, sind sie dennoch sehr besorgniserregend. Vor allem, weil besonders viele Jugendliche mit Feindseligkeiten im digitalen Raum konfrontiert sind. Konkret betrifft dies bereits jede:n zweite:n Jugendliche:n. Ähnlich stark zeigt sich diese Ausprägung bei Schüler:innen und Student:innen.
„Das ist ein alarmierendes Zeichen. Der Schutz der jungen Generation muss oberste Priorität haben, da die Folgen gravierend sein können.“
Mehr Medienbildung und Prävention
Für Maximilian Baier, Jugendsekretär deiner Gewerkschaft GPA Tirol, ist klar: Es benötigt mehr Medienbildung und eine stärkere Prävention an Schulen, Universitäten und Ausbildungsbetrieben, um Hass im Netz frühzeitig entgegenzuwirken. Jugendliche müssen besser darauf vorbereitet werden, mit solchen Inhalten umzugehen. Gleichzeitig braucht es ein konsequentes Vorgehen gegen Hass im Netz, um Betroffene besser zu schützen. „Bei Anfeindungen im Netz darf keine Normalität einkehren. Wir benötigen mehr gezielte Maßnahmen, die zu einem sicheren Umgang mit digitalen Plattformen beitragen, während die Jugendlichen niederschwellige Unterstützungsangebote vorfinden sollen. In diesem Zusammenhang erscheint auch das Social-Media-Verbot für unter 14-Jährige sehr begrüßenswert“, so Baier.