Verfolgung und Widerstand von Fürsorgerinnen in Wien 1934-1945
IG Social: Buchpräsentation und Diskussion mit Prof.in (FH) Dr.in Irene Messinger
Die Mehrheit der Wiener Fürsorgerinnen verhielt sich im Austrofaschismus und Nationalsozialismus regimetreu. Zahlreiche ihrer jüdischen bzw. politisch verfolgten Kolleginnen wurden entrechtet, entlassen, zur Flucht gezwungen oder ermordet; eine Minderheit von ihnen war im Widerstand aktiv.
80 exemplarische Biografien sind die Basis von Irene Messingers Portraits über die Wiener Fürsorgerinnen. Analysen über ihre soziale Herkunft, ihre privaten und beruflichen Netzwerke, institutionelle Ausschlussprozesse sowie Formen des Wissenstransfers ins Exil zeigen ein klares Bild der rivalisierenden Berufsverbände von Fürsorgerinnen. Sie dokumentieren die Geschichte dieser Frauen, ihrer Interessenvertretung und ihrer Kämpfe für die berufliche Besserstellung von Frauen.
Weiters diskutiert Irene Messingers Analyse die Hierarchisierung sozialer Professionen und die Bedingungen von Widerstand. Daraus lassen sich zukunftsweisende Denkanstöße für die heutige Praxis ableiten.
Eine Veranstaltung anlässlich 100 Jahre Hilfsfürsorgerinnen.
Wann: Mittwoch, 18. November 2026, 18:30 bis 20:30 Uhr
Wo: FAKTory. Literatur, Wissen und Beratung für Studierende
Universitätsstraße 9
1010 Wien
Die Veranstaltung ist für dich als GPA-IG-Mitglied kostenlos.
Hier kannst du dich anmelden https://veranstaltung.akwien.at/de/verfolgung-und-widerstand-von-fuersorgerinnen-in-wien-1934-1945
Eine Kooperation von GPA-Wien, IG Social – Interessengemeinschaft für Menschen in Gesundheits- und Sozialberufen und der FAKtory.