Insolvenz-Entgelt-Fonds muss abgesichert werden!
Schutz der Beschäftigten darf nicht gefährdet werden
Angesichts der Finanzierungslücke beim Insolvenz-Entgelt-Fonds fordert deine Gewerkschaft GPA die Finanzierung rasch und unbürokratisch abzusichern. Der Fonds ist das Sicherheitsnetz, das Beschäftigte im Fall einer Insolvenz auffängt. Wenn dieses Netz reißt, verlieren Familien unverschuldet ihre finanzielle Grundlage.
„Wir dürfen nicht erst handeln, wenn das Geld aus ist – wir müssen jetzt gegensteuern. Wir fordern, den Arbeitgeberbeitrag rasch und unbürokratisch von 0,1 auf 0,2 Prozent anzuheben – so wie vor der letzten Senkung“, sagt Barbara Teiber, Vorsitzende deiner Gewerkschaft GPA.
Der Insolvenz-Entgelt-Fonds (IEF) sichert nicht ausbezahlte Löhne, Gehälter, Überstunden sowie Sonderzahlungen wie Urlaubs- und Weihnachtsgeld, wenn Unternehmen insolvent werden. Gewerkschaften und Arbeiterkammern unterstützen Betroffene bei der Berechnung und Geltendmachung ihrer Ansprüche.
Spektakuläre Pleiten der vergangenen Jahre – von Kika/Leiner bis KTM – haben tausenden Beschäftigten den Boden unter den Füßen weggezogen. In solchen Fällen verhindert der IEF, dass Familien plötzlich ohne Einkommen dastehen. Der Fonds wird aus den sogenannten Lohnnebenkosten finanziert – wer diese pauschal kürzt, sägt an der Absicherung und dem sozialen Schutz für Arbeitnehmer:innen.
Die öffentliche Hand darf beim wirksamsten Krisenairbag für Beschäftigte nicht sparen. Der IEF ist kein Nice-to-have, sondern Grundpfeiler unseres Sozialstaats: Er schafft sofortige Liquidität für Betroffene, stabilisiert Kaufkraft in den Regionen und verhindert, dass Menschen unverschuldet in die Schuldenfalle rutschen.
Wer jetzt die Finanzierung des Insolvenz-Entgelt-Fonds stärkt, verhindert soziale Härtefälle morgen. Jeder Euro aus dem Fonds fließt direkt zu jenen, die gearbeitet, aber ihr Geld noch nicht bekommen haben. Das ist nicht nur fair – es ist auch volkswirtschaftlich klug, weil Kaufkraft und regionale Stabilität gesichert werden.