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Sonntagsarbeit ist keine Zukunftsstrategie!

Deine Gewerkschaft GPA kritisiert erneuten Vorstoß zur Sonntagsöffnung im Handel

Mario Scheichel // AK NÖ

Die WKÖ bringt fordert erneut eine Ausweitung der Sonntagsöffnung im Handel: Nach den Vorstellungen der Wirtschaftsvertreter, sollen die Beschäftigte an zehn Sonntagen im Jahr arbeiten müssen. Für deine Gewerkschaft GPA ist das inakzeptabel, denn eine Sonntagsöffnung wäre ein massiver Eingriff in das Leben Hunderttausender Beschäftigter!

„Wer diesen Vorschlag als pragmatisch bezeichnet, hat den Bezug zur Lebensrealität der Beschäftigten längst verloren“, betont Linda Keizer, zuständige Wirtschaftsbereichssekretärin deiner Gewerkschaft GPA. Die Arbeitszeiten im Handel sind schon jetzt herausfordernd. Zusätzliche Sonntagsarbeit würde den Beschäftigten den letzten verlässlich freien Tag nehmen und die Arbeitsbedingungen weiter verschärfen.

"Wer glaubt, gegen die 24-Stunden-Konkurrenz des Onlinehandels antreten zu können, indem man die eigene Belegschaft an zehn weiteren Sonntagen in die Filiale schickt, verwechselt Zukunftsstrategie mit Dienstplanverschlechterung."
Linda Keizer, Wirtschaftsbereichssekretärin der GPA

Auch als Antwort auf die Konkurrenz durch Online-Plattformen überzeugt der Vorschlag nicht. „Wer glaubt, gegen die 24-Stunden-Konkurrenz des Onlinehandels antreten zu können, indem man die eigene Belegschaft an zehn weiteren Sonntagen in die Filiale schickt, verwechselt Zukunftsstrategie mit Dienstplanverschlechterung“, führt Keizer aus.

Die Stärke des stationären Handels liegt dort, wo der Onlinehandel nicht mithalten kann: bei persönlicher Beratung und einem guten Einkaufserlebnis. Doch dafür braucht es qualifizierte Beschäftigte und Rahmenbedingungen, die gute Arbeit ermöglichen. Wer die Zukunft der Branche gestalten will, muss bei fairer Bezahlung und planbaren Arbeitszeiten ansetzen – statt den freien Sonntag infrage zu stellen!