Deine Gewerkschaft GPA kritisiert Kürzungsfantasien der Industrie
NEIN zur Streichung von Feiertagen und längeren Arbeitszeiten
Seitens der Industriellenvereinigung Niederösterreich wird eine Streichung von Feiertagen sowie die Einführung einer 41-Stunden-Woche gefordert. Deine Gewerkschaft GPA lehnt diese Kürzungsfantasien am Rücken der Beschäftigten entscheiden ab.
„Feiertage streichen, länger arbeiten, später in Pension gehen und im Gesundheitssystem Selbstbehalte einführen: Wenn es nach Teilen der Industrie geht, besteht Standortpolitik offenbar vor allem darin, den Rotstift bei den Beschäftigten anzusetzen.“
Eine 41-Stunden-Woche würde für viele Arbeitnehmer:innen eine deutliche Verschlechterung bedeuten, nämlich noch weniger Zeit für Erholung und. An den strukturellen Herausforderungen der Wirtschaft ändert sich dadurch aber nichts. Gerade, weil die Arbeitslosigkeit in Österreich seit 30 Monaten steigt und die Zahl der offenen Stellen zurückgeht.
In dieser Situation braucht es gezielte Investitionen und Innovation statt pauschaler Verschlechterung für die Beschäftigten. Das gilt auch für den neuerlichen Angriff auf gesetzliche Feiertage. Die tatsächlichen wirtschaftlichen Effekte wären gering.
„Wer behauptet, man müsse nur zwei Feiertage aus dem Kalender streichen und schon seien alle Standortprobleme gelöst, macht aus einer komplexen wirtschaftlichen Lage eine Milchmädchenrechnung. Doch Kürzungsfantasien bei den Beschäftigten ersetzen keine ernsthafte Wirtschaftspolitik.“
Bei Arbeitnehmer:innen sollen Feiertage, Arbeitszeit, Pensionen und Leistungen im Gesundheitssystem zur Debatte stehen. Wenn es aber darum geht, dass Millionäre und große Vermögen einen gerechten Beitrag leisten, ist aus denselben Kreisen verlässlich ein kategorisches „Nein“ zu hören.
Wer ständig von den Beschäftigten verlangt den Gürtel enger zu schnallen, kann die Vermögendsten in diesem Land nicht gleichzeitig aus jeder Verantwortung ziehen.
Was es für mehr Fairness tatsächlich braucht, ist eine Millionärssteuer, statt dem nächsten Angriff auf Arbeitnehmer:innenrechte!