Hände weg vom freien Sonntag!
Gewerkschaft GPA kritisiert NEOS-Vorstoß
Deine Gewerkschaft GPA kritisiert den erneute Forderung der NEOS nach einer österreichweiten Sonntagsöffnung im Handel. Eine bundesweite Sonntagsöffnung im Handel wäre ein direkter Angriff auf die Lebensqualität tausender Beschäftigter und ihrer Familien. Wer Sonntagsarbeit zur Regel machen will, ignoriert die Realität in den Filialen und an den Kassen! Denn mit 97 Prozent spricht sich eine Mehrheit der Handelsangestellten klar gegen Sonntagsarbeit aus.
Der Sonntag ist für viele der einzige verlässlich freie Tag – für Erholung, Familie und soziale Teilhabe. Gerade in einer Branche, in der rund 70 Prozent Frauen arbeiten und Betreuungsangebote am Sonntag fehlen, ist der NEOS-Vorstoß besonders realitätsfern.
Schon jetzt leiden die Beschäftigten unter Personalmangel, hoher Arbeitsdichte und Einspringen auf Zuruf. Eine Ausweitung der Öffnungszeiten würde diese Probleme ohne nachweislichen Nutzen verschärfen. Am Ende droht nur eine Umsatzverschiebung zulasten kleinerer Betriebe.
Auch der Wunsch der Bevölkerung wird ingnoriert: Über alle Bundesländer und Altersgruppen hinweg spricht sich die Mehrheit der Österreicher:innen klar gegen eine Sonntagsöffnung aus. Wer wirklich die Nahversorgung sichern will, stärkt Kaufkraft, schafft planbare Arbeitszeiten und attraktive Beschäftigungsbedingungen – statt den letzten gemeinsamen freien Tag zu opfern.