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Kärntner Bildungs- und Betreuungsgesetz Signal für ganz Österreich

Trägt in vielen Bereichen die Handschrift der Gewerkschaft
Silvia Igumnov
JOST&BAYER

Der am 21.10. von Landeshauptmann Kaiser vorgestellte Gesetzesentwurf für ein Bildungs- und Betreuungsgesetz ist ein Signal für ganz Österreich. Es zeigt, dass eine fortschrittliche Umsetzung besserer Rahmenbedingungen im Bereich der Kindergartenpädagogik möglich ist. Besonders erfreulich ist, dass dieser Gesetzesentwurf unter Einbindung der betroffenen Beschäftigten in der Kindergartenpädagogik erarbeitet wurde.  „Die Demonstrationen mit hunderten Betroffenen und die dadurch erfolgte Einbindung der Gewerkschaft in die Ausarbeitung des neuen Gesetzes, bringt für die PädagogInnen zahlreiche Verbesserungen“, zeigt sich GPA Frauenvorsitzende Silvia Igumnov erfreut.

Verbesserung der Bezahlung und Reduktion der Arbeitszeit

Das neue Gehaltsschemata ist österreichweit einzigartig. Während in anderen Bundesländern teilweise der Mindestlohntarif bezahlt wird, erhalten in Kärnten die Beschäftigten ab dem Kindergartenjahr 2023 bis zu 42 % mehr Gehalt. „Auch die Reduktion der Arbeitszeit von 40 auf 37 Stunden/Woche war jahrelang eine wesentliche Forderung der Gewerkschaft GPA; freut sich die Geschäftsführerin der GPA Kärnten Jutta Brandhuber.

Senkung der Gruppengröße

Die schrittweise Senkung der Gruppengröße auf 20 Kinder ist ebenso ein wichtiger Schritt in Richtung mehr Qualität in der Kinderbildung und -betreuung. Es bleibt dadurch mehr Zeit für die pädagogische Arbeit mit den Kindern und sorgt für die Entlastung der Kolleginnen und Kollegen.

Der Kärtner Gesetzesentwurf zeigt auch, dass sich eine starke und selbstbewusste Vertretung der Interessen durch Gewerkschaften bezahlt macht. Nachdem die Bundesregierung bislang völlig unzureichende Maßnahmen zur nachhaltigen Verbesserung der Rahmenbedingungen gesetzt hat, zeigt Kärnten vor, was bei gutem Willen und einem ernsthaften Prozess möglich ist“, so GPA Vorsitzende Teiber.

Die Gewerkschaft GPA vertritt die Beschäftigten in privaten Kinderbildungseinrichtungen.