Gewerkschaft GPA Tirol zu Hervis: Sozialplan für Betroffene erzielt
Drei Filialen in Tirol schließen Gewerkschaft rät, nichts ungeprüft zu unterschreiben
„Die Schließung dreier Tiroler Hervis-Filialen in Kitzbühel, Lienz und Reutte und der damit verbundene Abbau von österreichweit über hundert Beschäftigten ist ein schwerer Einschnitt für die betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“, betont Philip Pollak, Tirols betreuender Sekretär für den Wirtschaftsbereich Handel in der GPA. „Wenn Arbeitsplätze verloren gehen, stehen stets persönliche Schicksale dahinter. Umso wichtiger ist es, dass gemeinsam mit dem Betriebsrat ein Sozialplan vereinbart werden konnte, um die negativen Auswirkungen abzufedern“, so Pollak.
„Darüber hinaus wurde ein Härtefonds vereinbart, mit dem besonders schwierige Einzelfälle zusätzlich unterstützt werden sollen. Die konkreten Kriterien für diesen Fonds werden derzeit ausgearbeitet“, informiert Pollak. Betroffenen rät die Gewerkschaft GPA zu einer Beratung: „Wenden Sie sich unbedingt an den Betriebsrat oder die Gewerkschaft, bevor Sie etwas unterschreiben. So kann bestmöglich auf die individuelle Situation eingegangen werden. Als Gewerkschaft unterstützen und beraten wir unsere Mitglieder in Tirol.“
„Dieser Fall zeigt einmal mehr, wie wichtig betriebliche Mitbestimmung ist: Der Betriebsrat gibt den Beschäftigten eine starke Stimme, dem Unternehmen einen klaren Verhandlungspartner und macht einen Sozialplan überhaupt erst möglich“, betont der Gewerkschafter abschließend.