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Kreditsektor-Globalrunde: 2. Verhandlungsrunde ohne Ergebnis

Arbeitgeberangebot von durchschnittlich 6,46 Prozent mehr als enttäuschend

Young Hispanic man signing loan agreement during meeting with his bank manager in office., Young Hispanic man signing loan agreement during meeting with hi
Drazen Zigic

Auch die zweite Verhandlungsrunde für die etwa 60.000 Beschäftigten des österreichischen Kreditsektors blieb am 7. März ohne Ergebnis. Das Angebot der Arbeitgeber lautete 6 Prozent Gehaltserhöhung zuzüglich 15 Euro (durchschnittlich 6,46 Prozent) und eine Einmalzahlung von 1.000.- Euro.

„Angesichts der hervorragenden Ergebnisse des Jahres 2022 mit einem Gewinn von 5 Mrd. Euro und der anhaltend hohen Inflation ist dieses Angebot weit unter der Inflationsrate eine Enttäuschung und Geringschätzung der Arbeit der Bankbeschäftigten. Einmalzahlungen lehnen wir strikt ab. Wir erwarten ein Angebot der Arbeitgeber, das den wirtschaftlichen Gegebenheiten und den berechtigten Erwartungen der Beschäftigten gerecht wird“, so der Verhandlungsleiter der Gewerkschaft GPA, Wolfgang Pischinger.

„Einmalzahlungen sind kein passendes Instrument, der hohen Teuerung entgegenzuwirken. Es braucht eine dauerhafte, kräftige Gehaltserhöhung, sowie eine Bewegung bei den Dienstrechtsforderungen mit einer Arbeitszeitverkürzung“ ergänzt GPA-Verhandlerin Helga Fichtinger. 

Am Mittwoch, den 15. März 2023, werden die Gespräche fortgesetzt.

Sollte es bei dieser Runde wieder keine Einigung geben, werden vorsorglich für den 20. und 21. März Betriebsversammlungen im Kreditsektor einberufen, um weitere Maßnahmen und notwendige Beschlüsse zu fassen.