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KV Finance 2026: Zweite Verhandlungsrunde ohne Einigung beendet

Betriebsversammlungen werden einberufen

ÖGB - Roland de Roo

Die zweite Verhandlungsrunde für die rund 68.000 Angestellten des Finanzsektors ging gestern, am 17. März ergebnislos zu Ende. Seitens der Arbeitgeber wurde kein Angebot zur Erhöhung der Gehälter vorgelegt. Für die Gewerkschaft GPA ist das gerade angesichts der ausgezeichneten Branchenentwicklung absolut unverständlich. In der nächsten Verhandlungsrunde am 23. März erwarte man sich ein entsprechendes Angebot, das den tatsächlichen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen entspricht und die Leistung der Beschäftigten anerkennt.

Diskrepanz zwischen Rekordergebnissen und Vorstellungen der Arbeitgeber

Chefverhandler Wolfgang Pischinger verweist auf die große Diskrepanz zwischen den Rekordergebnissen des Finanzsektors und den Vorstellungen der Arbeitgeber. „Die Arbeitgeberseite bestätigt zwar die sehr guten Ergebnisse des Finanzsektors, man will sich aber trotzdem an den Abschlüssen anderer Branchen orientieren. Das passt nicht zusammen“, betont der Chefverhandler deiner Gewerkschaft GPA und Zentralbetriebsrat der OBERBANK. Denn gerade im Finanzsektor sollte allen Beteiligten bewusst sein, wie wichtig der Erhalt der Kaufkraft nicht nur für die Beschäftigten selbst, sondern auch für eine positive gesamtwirtschaftliche Entwicklung ist!

„Die Arbeitgeber bestätigen zwar die sehr guten Ergebnisse, man will sich aber trotzdem an den Abschlüssen anderer Branchen orientieren. Das passt nicht zusammen.“
Wolfgang Pischinger, Chefverhandler der Gewerkschaft GPA

Keine Wertschätzung für Beschäftigte

Auch Anita Palkovich, Verhandlerin der Gewerkschaft GPA kritisiert die bisherige Vorgehensweise der Arbeitgeber: „Während Gewinne und Boni Jahr für Jahr steigen, soll den Kolleginnen und Kollegen nicht einmal die Inflation abgegolten werden. Das ist keine Wertschätzung gegenüber jenen, die diesen Erfolg überhaupt erst möglich machen.“

Betriebsversammlungen werden einberufen

Seitens deiner Gewerkschaft GPA setzt man deshalb nun die nächsten Schritte: Es werden vorsorglich Betriebsversammlungen einberufen, sollte es auch in der nächsten Verhandlungsrunde zu keiner Einigung kommen. Vor Ort werden die Kolleginnen und Kollegen über den aktuellen Verhandlungsstand informiert und weitere Maßnahmen besprochen.