Drucker-KV: FairPlay wäre es, endlich einen KV für die Drucker zu verhandeln!

200 TeilnehmerInnen appellieren an die Obfrau der Fachgruppe Druck und Medientechnik, die Hinhaltetaktik der WKO zu stoppen

"Die Beschäftigten haben es nicht verdient, ohne Kollektivvertrag arbeiten zu müssen!" Michael Ritzinger, Vorsitzender des Wirtschaftsbereichs Druck, Kommunikation und Papierverarbeitung in der GPA-djp.

 

Rund 9000 Beschäftigte des Grafischen Drucks in Österreich sind seit Mitte Juni ohne Schutz eines Kollektivvertrags, etliche Gespräche mit den Verantwortlichen in der WKO sind bis heute ohne Ergebnis. "Auf unsere Forderung, einen bundesweit einheitlichen Kollektivvertrag zu verhandeln, hören wir immer wieder, dass es dafür Beschlüsse der Wirtschaftskammern in den Ländern braucht - das ist eine Hinhaltetaktik, die wir nicht länger widerstandslos hinnehmen werden. Erste Kolleginnen und Kollegen melden uns bereits Verschlechterungen bei der Arbeitszeit und beim Weihnachts- und Urlaubsgeld!", erklärte Christian Schuster, zuständiger Wirtschaftsbereichssekretär in der GPA-djp (Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier), warum heute mehr als 200 TeilnehmerInnen zu einer Protestkundgebung in Statzendorf (Niederösterreich) gekommen waren.

Kündigung des KV ohne Nachfolgeregelung ist abolutes Novum

Die Kundgebung fand vor dem Betrieb von Ingeborg Dockner statt, "aber kein Mensch sagt, dass Frau Dockner ihre Beschäftigten schlecht behandelt. Wir appellieren an ihre Verantwortung als Obfrau der Fachgruppe Druck und Medientechnik in der WKO", erklärte Karl Dürtscher, stv. Bundesgeschäftsführer der GPA-djp. Die GPA-djp verhandle rund 170 Kollektivverträge pro Jahr, aber die Situation der Drucker sei einzigartig. "Es ist ein absolutes Novum, dass ein Kollektivertrag ohne Nachfolgeregelung gekündigt wird und damit ermöglicht wird, dass Unternehmen aus dieser Situation Kapital schlagen können", so Dürtscher. Die Wirtschaftskammer verweigere sich konstruktiven Verhandlungen: "Diese Hinhaltetaktik ist inakzeptabel."

"Diese Hinhaltetaktik ist inakzeptabel." erklärte Karl Dürtscher, stv. Bundesgeschäftsführer der GPA-djp.

"Diese Hinhaltetaktik ist inakzeptabel." erklärte Karl Dürtscher, stv. Bundesgeschäftsführer der GPA-djp.

Lautstarke Proteste werden fortgesetzt

"Die Beschäftigten haben es nicht verdient, ohne Kollektivvertrag arbeiten zu müssen! Sie sind es, die mit ihrem Einsatz die guten Ergebnisse der Branche erst möglich machen", appellierte auch Michael Ritzinger, Vorsitzender des Wirtschaftsbereichs Druck, Kommunikation und Papierverarbeitung in der GPA-djp an die Arbeitgeber: "Wir fordern die sofortige Aufnahme von Verhandlungen für einen bundesweit einheitlichen, fairen Kollektivvertrag! Unsere lautstarken Proteste werden so lange fortgesetzt, bis die Arbeitgeber bereit sind für FairPlay und sich mit uns an einen Tisch setzen!"