KV BABE 2026: 2. Verhandlungsrunde ergebnislos beendet
Betriebsversammlungen zwischen 16. und 17. März
Die zweite Verhandlungsrunde für die rund 10.000 Beschäftigten der privaten Bildungseinrichtungen (BABE) ging am 05. März ohne Einigung zu Ende. Seitens der Arbeitgeber wurde erstmals ein Angebot in Form einer Erhöhung der Mindest- und IST-Gehälter um 2,0 Prozent vorgelegt. Für das Verhandlungsteam deine Gewerkschaft GPA ist das weiterhin unzureichend!
„Die Kolleginnen und Kollegen haben sich eine faire Abgeltung ihrer Arbeit verdient, doch davon ist das aktuelle Angebot noch weit entfernt“, betont Christoph Zeiselberger, zuständiger Wirtschaftsbereichssekretär deiner Gewerkschaft GPA. Zwischen 16. und 17. Mai werden deshalb österreichweit Betriebsversammlungen stattfinden, in denen die Beschäftigten über den aktuellen Verhandlungsstand informiert und das weitere Vorgehen beraten wird. Ergänzt wird dies durch diverse Aktionen in den Betrieben.
„Gute Bildung braucht verlässliche Arbeitsbedingungen. Unsere Kolleginnen und Kollegen haben in der Mitgliederbefragung klare Prioritäten formuliert, und diese bringen wir jetzt an den Verhandlungstisch.“
Bereits im Vorfeld der Verhandlungen fand eine große Mitgliederbefragung seitens deiner Gewerkschaft GPA statt, um die Prioritäten für die diesjährigen Kollektivvertrags-Verhandlungen festzulegen: „Gute Bildung braucht attraktive Rahmenbedingungen. Unsere Umfrage hat klar gezeigt, dass hier noch viel zu tun ist“, erklärt Zeiselberger. In einzelnen Rahmenrechtspunkten ist man sich in dieser Verhandlungsrunde bereits nähergekommen. Daran werden wir in der nächsten Verhandlungsrunde anknüpfen. Doch es braucht ein deutlich verbessertes Angebot, damit ein Abschluss möglich wird.
Die nächste Verhandlungsrunde findet am 18. März statt.
1. Verhandlungsrunde ergebnislos unterbrochen
Am 24. Februar 2026 fand die erste Verhandlungsrunde für den Kollektivvertrag der Arbeitnehmer:innen privater Bildungseinrichtungen (BABE) statt. Die Verhandlungen stehen dieses Jahr unter dem Vorzeichen schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen – von aktuellen Kürzungen bis hin zu weiteren drohenden Sparpaketen. Vor dem offiziellen Verhandlungsauftakt wurden die jeweiligen Forderungen und zum Kollektivvertrag ausgetauscht und erläutert.
Unsere Forderungen beziehen sich dabei auf die Ergebnisse unserer großen Mitglieder-Befragung 2026 und wurden am 27. Jänner 2026 im Zuge der Betriebsrät:innen-Konferenz beschlossen. Wir fordern:
- Eine Erhöhung der KV- und IST-Gehälter, der Lehrlingseinkommen, Zulagen und Zuschläge sowie Mindesthonorare um + 4%
- Annäherung VB 4a in Richtung VB 5
- Definition und Ausweitung der Vor- und Nachbereitungszeiten für Unterrichtende
- Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohn- und Gehaltsausgleich
- Verbesserungen bei der Anrechnung von Vordienstzeiten
- Ausweitung der KV-Gehaltstabellen um weitere Stufen
- Lineare Umreihung bei Wechsel in einen höheren Verwendungsbereich
Die Basis unserer Verhandlungen ist die rollierende Inflation der letzten zwölf Monate beträgt rund 3,42%. Seitens der Arbeitgeber wurden Änderungen bei Transitarbeitskräften, eine Verlängerung der Durchrechnung auf 52 Wochen und Verschlechterung der Wochen(end)ruhe von 2 Kalendertagen auf 48 Stunden gefordert.
„Wir erwarten uns in der nächsten Verhandlungsrunde ein angemessenes Angebot, das die Leistung der Beschäftigten anerkennt“, betont Christoph Zeiselberger, zuständiger Wirtschaftsbereichssekretär deiner Gewerkschaft GPA.