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Frühjahrsrunde 2026: Lohn- und Gehaltsverhandlungen für rund 130.000 Industrie-Beschäftigte starten

Verhandlungsreigen beginnt im März mit der Elektro- und Elektronikindustrie, Gewerkschaften sehen Aufwärtstrend in der Industrie

Diese Woche starten die Gewerkschaften GPA und PRO-GE und in die Frühjahrsrunde für einige der größten und wichtigsten Industriebranchen des Landes. Insgesamt sind rund 130.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in den folgenden Branchen beschäftigt: in der Chemischen Industrie, der Elektro- und Elektronikindustrie (EEI), der Glasindustrie, der Papierindustrie und der Textilindustrie. Diese Branchen erzielen einen jährlichen Umsatz von mehr als 50 Milliarden Euro. Das sind rund 25 Prozent der gesamten heimischen Industrie (ohne Bauindustrie).

„Es geht aufwärts. Das bestätigen die Zahlen. Sie sind spürbar besser und deutlich erfreulicher als die ständigen Stimmungsumfragen suggerieren.“
Mario Ferrari, GPA-Bundesgeschäftsführer

Der Fokus bei den Kollektiv-Vertragsverhandlungen liegt beim Geld. Es geht vor allem um dauerhafte Lohn- und Gehaltserhöhungen. Denn die Inflationsbelastung geht zwar zurück, aber nach wie vor ist die Stärkung der Kaufkraft wichtig - vor allem für niedrige Einkommen, die besonders stark unter der hohen Teuerung der letzten Jahre leiden. Die Industrie-Konjunktur hellt sich zudem auf, bereits jetzt gibt es in einzelnen Bereichen sehr erfreuliche Ergebnisse, die unter anderem mit hoher Auslastung, Investitionen und Kapazitätsausbau sowie mit vollen Auftragsbüchern einhergehen.

Absage an Nulllohnrunden-Fantasien

Die Gewerkschaften erwarten im heurigen KV-Frühling sehr intensive Verhandlungen. Möglichen Nulllohnrunden-Fantasien erteilen sie bereits jetzt eine klare Absage. Es geht um die Wertschätzung der Leistungen von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern. Daher Ja zu Kollektivvertragsverhandlungen auf Augenhöhe. Aber ein klares Nein zu respektlosen Nulllohnrunden-Forderungen.

Die ersten KV-Verhandlungsrunden im Überblick

Elektro- & Elektronikindustrie  - rund 60.000 Beschäftigte
5. März: 1. Verhandlung
9. April: 2. Verhandlung
Gültigkeitstermin für den neuen Kollektivertrag: 1. Mai 2026

Textilindustrie - rund 7.500 Beschäftigte
11. März: 1. Verhandlung
23. März: 2. Verhandlung
Gültigkeitstermin für den neuen Kollektivertrag: 1. April 2026

Chemische Industrie - rund 50.000 Beschäftigte
24. März: 1. Verhandlung
9. April:  2. Verhandlung
Gültigkeitstermin für den neuen Kollektivertrag: 1. Mai 2026

Papierindustrie - rund 8.000 Beschäftigte
9. April: 1. Verhandlung
14. April: 2. Verhandlung
Gültigkeitstermin für den neuen Kollektivertrag: 1. Mai 2026

Glasindustrie - rund 6.800 Beschäftigte
12. Mai: 1. Verhandlung
1. Juni:  2. Verhandlung
Gültigkeitstermin für den neuen Kollektivertrag: 1. Juni 2026