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KV-Handel: Beschäftigte brauchen eine kräftige dauerhafte Gehaltserhöhung

Branche hat im letzten Jahr gut gewirtschaftet!
KV-Verhandlungen zum KV Handel 2022
Gewerkschaft GPA

Am 18. Oktober starten die Kollektivvertragsverhandlungen für die 415.000 Angestellten und 15.000 Lehrlinge im österreichischen Handel. Die Handelsbranche konnte ein wirtschaftlich hervorragendes Jahr verzeichnen. Das beweisen alle wirtschaftlichen Eckdaten.

Klarerweise spüren aktuell auch die Unternehmen die Kostensteigerungen vor allem bei Energie. Allerdings gibt es hierzu gute geeignete Maßnahmen diese Kosten abzufedern – Stichwort: Öffnungszeiteneinschränkung. Handelsbeschäftige haben keinen finanziellen Spielraum und daher ist eine kräftige Einkommenssteigerung dringend notwendig, um die enorm gestiegenen Lebenshaltungskosten zu bestreiten. Jeden Euro mehr, den jetzt Handelsangestellte bekommen, können sie beim nächsten Einkauf wieder ausgeben. 

Jeder siebente Beschäftigte arbeitet im Handel

Davon profitiert im Besonderen der Handel selbst, den jeder siebente Beschäftigte in Österreich arbeitet im Handel. Jeder zusätzliche Euro fließt sofort unmittelbar wieder in den Konsum und somit in den Handel zurück.

Wir gehen davon aus, dass die Arbeitgeber des österreichischen Handels sich ihrer gesamtwirtschaftlichen Verantwortung bewusst sind. Die sehr guten wirtschaftlichen Eckdaten lassen eine kräftige und dauerhafte Gehaltserhöhung für alle Beschäftigten zu.

Die Gewerkschaft GPA und die BetriebsrätInnen haben mit den Abschlüssen in den Corona-Jahren hohes Verantwortungsbewusstsein gezeigt. Jetzt geht es darum, dass der Einsatz und Beitrag der Beschäftigten in diesem sehr guten Geschäftsjahr entsprechend honoriert wird.

Die Gewerkschaft GPA fordert für die kommende KV-Runde

  • Die Erhaltung und Stärkung der Kaufkraft durch eine kräftige Erhöhung der Gehälter und Lehrlingseinkommen.
  • Für Lehrlinge einen Fixbetrag von EUR 150,- (14x) /angewendet auf jedes Lehrjahr.
  • Die Aufrechterhaltung bestehender Überzahlungen zum 31.12.2022 in voller Höhe.
  • Die leichtere Erreichbarkeit der 6. Urlaubswoche – der Handel könnte sich hiermit als attraktiver Arbeitgeber positionieren und auch mehr junge Menschen wieder erreichen.
  • Den Zuschlag für Mehrarbeitszeiten ab der ersten Stunde Überschreitung (über das vereinbarte AZ-Ausmaß hinaus).

Themen wie bessere Arbeitsbedingungen – Personalknappheit – Arbeitsdruck sind laufende Themen.