Silvesteröffnung im Handel: Noch ist Zeit für eine Lösung im Sinne von Beschäftigten und Konsumenten

Viele Handelsketten und Einkaufszentren gehen mit gutem Vorbild voran

Entgegen der bisherigen Praxis, wollen österreichische Handelsunternehmen heuer zu Silvester nicht wie bisher üblich um spätestens 15 Uhr, sondern erst um 17 Uhr schließen. „Wir appellieren an den österreichischen Handel, Rücksicht auf die Beschäftigten und ihre Bedürfnisse zu nehmen. Einzelne Handelsketten und Einkaufszentren zeigen vor, dass solche Lösungen möglich sind“ so die ChefverhandlerInnen der GPA-djp für den Handel Anita Palkovich und Martin Müllauer.

Konsumenten sind bereit Rücksicht zu nehmen

So schließen die größten Einkaufzentren in Österreich, die Shopping City Süd in Niederösterreich und das Donauzentrum in Wien, um spätestens 15 Uhr ihre Pforten. „Die Konsumenten richten ihr Einkaufsverhalten nach den Vorgaben des Handels und sind sehr wohl bereit auch auf die Bedürfnisse der Handelsangestellten Rücksicht zu nehmen“, appellieren die GewerkschafterInnen an die Handelsketten.

Leidtragende sind Beschäftigte

Leidtragende der Verlängerung der Öffnungszeiten sind die Beschäftigten und ihre Familien. „Silvester gehört zu den stressigsten Arbeitstagen im Handel. Für viele Beschäftigte beginnt der Arbeitstag in den frühen Morgenstunden, die Nachbereitungsarbeiten und die Heimfahrt würde mit der Verlängerung auf 17 Uhr ein Arbeitsende erst um 19 Uhr bedeuten. Handelsketten, die in ihren Werbespots die Menschen- und Familienfreundlichkeit propagieren, verlieren jede Glaubwürdigkeit. Es geht hier nur um Profit.“

Einheitliche Lösung gefordert

Auch der Chefverhandler der WKÖ, Peter Buchmüller, hat gestern in einem Interview dargelegt, dass er eine einheitliche Lösung für Silvester anstrebe. „Wir sind jederzeit bereit, schon heuer, eine einheitliche Lösung zu finden, noch ist Zeit dafür“, bekräftigen die GewerkschafterInnen.