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KV 2026 Chemische Industrie: Verhandlungen für 50.000 Beschäftigte gestartet

Gewerkschaften GPA und PRO-GE übergaben Forderungen der Beschäftigten

AdobeStock, NDABCREATIVITY

Am 24. März fand die erste Verhandlungsrunde für die rund 50.000 Beschäftigten der Chemischen Industrie statt. Seitens der Gewerkschaften GPA und PRO-GE wurden die Forderungen der Beschäftigten übergeben. Neben einer linearen Erhöhung der Löhne, Gehälter und Lehrlingseinkommen über der Inflationsrate umfasst dies Maßnahmen zur Weiterentwicklung attraktiver Arbeits- und Ausbildungsbedingungen.

„Es sind die Kolleginnen und Kollegen, die gerade auch in wirtschaftlich schwierigen Phasen tagtäglich mit vollem Einsatz ihrer Arbeit nachgehen und den Betrieb aufrechterhalten. Dieser Einsatz muss sich in einer entsprechenden Lohn- und Gehaltserhöhung widerspiegeln.“
Mario Mayrwöger, Verhandler Gewerkschaft GPA

Wertschöpfung, Produktionsleistung und Auftragslage positiv

Trotz dem weiterhin angespannten allgemeinen wirtschaftlichen Umfeld weisen die Kennzahlen auf eine Stabilisierung der Branche hin. Sowohl die Wertschöpfung als auch die Produktionsleistung und Auftragslage haben sich positiv entwickelt. Gleichzeitig belastet die anhaltende Teuerung die Beschäftigten tagtäglich. Umso wichtiger ist eine lineare, nachhaltige Lohn- und Gehaltserhöhung für alle Beschäftigten.

Ein weiterer Fokus liegt auf der Weiterentwicklung der Arbeits- und Ausbildungsbedingungen. Denn gerade eine innovative Branche wie die Chemische Industrie lebt von innovativen Arbeitsbedingungen. Eine zukunftsorientierte Lehre und gesundheitsfördernden und lebensphasenorientierte Angebote stärken die Attraktivität der Branche - davon würden beide Seiten profitieren.

Die nächste Verhandlungsrunde findet am 09. April statt. Der neue Kollektivvertrag soll mit 01. Mai 2026 gelten.