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KV 2026 Nahrungs- und Genussmittelindustrie: Einigung in 4. Verhandlungsrunde

Gehälter und Lehrlingseinkommen steigen um 2,55 Prozent

Walter Otto, Unsplash

Nach vier Verhandlungsrunden konnte am Freitag, den 16.01.2026, ein Kollektivvertragsabschluss für die Beschäftigten der Nahrungs- und Genussmittelindustrie erreicht werden. Der Abschluss sieht eine Erhöhung der Mindestgehälter um 2,55 Prozent sowie der Ist-Gehälter um 2,55 Prozent mit einer Deckelung bei 150 Euro vor. Die Lehrlingseinkommen steigen ebenfalls um 2,55 Prozent, außerdem wurde eine Freizeitoption eingeführt.

„Dieser Abschluss ist ein notwendiger Kompromiss in wirtschaftlich schwierigen Zeiten!“
Bernhard Hirnschrodt, Wirtschaftsbereichssekretär der Gewerkschaft GPA

Die zunehmende Marktkonzentration im Handel und die wachsende Marktmacht großer Handelsbetriebe setzen die Herstellerseite erheblich unter Druck. Besonders im Getränkebereich erfolgten Absatzrückgänge infolge der Einführung des Pfandsystems. Die Haupttreiber der Kosten bleiben die hohen Energie- und Rohstoffpreise. Umso wichtiger ist es, dass wir mit dem nun erzielten Abschluss Planbarkeit und Sicherheit für beide Seiten geschaffen werden konnten.

Breite Mobilisierung ausschlaggebend

Ausschlaggebend für den erzielten Abschluss sei die breite Mobilisierung in den Betrieben gewesen: Die aktive Rolle der Betriebsrät:innen, zahlreiche Betriebsversammlungen und die starke Präsenz der Beschäftigten haben den nötigen Druck aufgebaut! „Ich bedanke mich bei allen Kolleginnen und Kollegen, die uns in den vergangenen Monaten unterstützt und mit uns gemeinsam für einen Abschluss gekämpft haben“, betont Wirtschaftsbereichssekretär Hirnschrodt abschließend.