Das Bier ist gesichert!

BrauerInnen schließen in sechster Verhandlungsrunde Kollektivvertrag ab

Es war ein zähes Ringen, doch jetzt ist es geschafft: Nach sechs Verhandlungsrunden schließen die Gewerkschaften GPA-djp und PRO-GE für 3.500 Beschäftigte in der Brauindustrie einen Kollektivvertrag ab.

Der Abschluss kann sich durchaus sehen lassen: 2,5 bis 2,8 Prozent mehr Lohn und Gehalt waren für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer drin – und zwar rückwirkend ab 1. Oktober.

"Damit steht jetzt doch noch ein sehr guter Lohn- und Gehaltsabschluss am Ende von langen und schwierigen Verhandlungen", erklärt Bernhard Hirnschrodt, Chefverhandler der GPA-djp.

Die Verhandlungen wurden bereits am 29. August gestartet und gipfelten nach fünf ergebnislosen Runden in österreichweiten Betriebsversammlungen, ein Streik bei einem Scheitern der sechsten Verhandlung stand im Raum. "Nur durch das entschlossene Auftreten der Beschäftigten bei den Betriebsversammlungen konnten die Verhandlungen in Richtung eines fairen Abschlusses gewendet werden", bedankt sich Hirnschrodt bei den vielen engagierten Kolleginnen und Kollegen.

Info:

Kollektivverträge regeln für alle ArbeitnehmerInnen einer Branche das Gehalt und sogenanntes Rahmenrecht wie Arbeitszeit, Altersteilzeit, Zuschläge und Zulagen und vieles mehr.

 

28.10.2019: Brauereien: Nach 5 Verhandlungsrunden kein akzeptables Angebot!

Betriebsversammlungen werden Kampfmaßnahmen beschließen

Am Montagabend ist die fünfte Runde der Kollektivvertragsverhandlungen für die 3.500 Brauerei-Beschäftigten ergebnislos unterbrochen worden weil es nach wie vor kein akzeptables Angebot der Arbeitgeber gibt.

Nächsten Montag werden in Betriebsversammlungen weitere Kampfmaßnahmen beschlossen. Die nächste Verhandlungsrunde wurde für den 11. November fixiert.

 

10.10.2019: 4. Verhandlungsrunde Brauereien

Auch diese Verhandlungsrunde fand in einem sehr frostigen Klima statt.

Die Arbeitgeber erhöhten ihr Angebot auf +1,8% und eine Einmalzahlung € 150.-! Dieses Angebot liegt knapp über der derzeitigen Inflationsrate von 1,75%.

Forderungen der Arbeitnehmer: +2,9%, aber mindestens € 90.-

Aufgrund dieses niedrigen Angebots der Arbeitgeber, sah das Lohn- und Gehaltskomitee keinen Sinn die Verhandlungen fortzuführen.

Mit den Arbeitgeber wurde vereinbart, die Verhandlungen am 28.10.2019 fortzuführen.

Um unsere weitere Vorgangsweise festzulegen, wird am 23.10.2019 eine österreichweite Betriebsrätekonferenz stattfinden.

Aufgrund der angespannten Verhandlungssituation ersuchen wir dich an dieser Konferenz teilzunehmen.

Über Ort und Zeit werden wir dich rechtzeitig informieren.

Die Verhandlungen werden am 28. Oktober 2019 fortgesetzt.