Kurt-Vorhofer-Preis 2026 geht an Nina Horaczek
Journalismus mit besonderer sozialer Verantwortung und stilistischer Brillanz
Die Jury begründet ihre Entscheidung 2026 wie folgt: Nina Horaczek übernimmt in ihrer journalistischen Arbeit in beispielhafter Weise soziale Verantwortung. Diese Haltung zieht sich wie ein roter Faden durch ihre Tätigkeit. Diese zeichnet sich durch thematische Breite und stilistische Brillanz aus und gibt all jenen eine Stimme, die in der politischen Debatte vielfach überhört werden.
Ihre Kritik richtet sich – ganz im Sinne des Namensgebers des Preises – zumeist dorthin, wo politische Macht auf Kosten von Schwachen ausgeübt wird. Ihre Berichterstattung bleibt nie im parteipolitischen Hickhack oder an der Oberfläche des tagesaktuellen Geschehens hängen. Sie legt die tieferen, oft historischen Strukturen frei. Die fundierte Darlegung von inneren Zusammenhängen macht Netzwerke und deren ideologisches Fundament greifbar. In ihren Beiträgen schildert sie mit Empathie, aber stets faktenbasiert und unaufgeregt Lebensrealitäten.
Horaczek schreibt mit klarer, verständlicher Sprache, frei von Pathos oder selbstverliebten Formulierungen. Es geht ihr immer um die Sache, die sie treffsicher auf den Punkt bringt. Sie verkörpert einen unabhängigen, sozial wachen und demokratiepolitisch unverzichtbaren Journalismus.
Der Kurt-Vorhofer-Preis wird heuer zum 31. Mal verliehen und im Gedenken an den namensgebenden, legendären Innenpolitik-Journalisten, Prof. Kurt Vorhofer, vergeben. Auslober sind gemeinsam die Journalist:innengewerkschaft in der GPA und die Kleinen Zeitung. Sponsor dieser renommierten Auszeichnung ist schon seit vielen Jahren VERBUND. Das Preisgeld beträgt 7500 Euro.
Die Verleihung des Preises erfolgt durch Bundespräsident Alexander Van der Bellen. Sie findet heuer am 30. Juni 2026 um 17.00 in der Präsidentschaftskanzlei statt. Es gibt dabei heuer geänderte Zugangsbedingungen. Der Eintritt ist ausnahmslos durch eine persönliche schriftliche Einladung durch das Büro des Herrn Bundespräsidenten möglich. Ein Zutritt per Presselegimitation ist nicht vorgesehen.
Mitglieder der Jury waren Alexandra Föderl-Schmid, Antonia Gössinger, Renate Graber, Monika Riedel, Ernst Sittinger, Agnes Streissler-Führer, Barbara Toth, Christina Traar, Paul Vécsei und Josef Votzi.