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Start zur Frühjahrslohnrunde: KV-Verhandlungen für 130.000 Industriebeschäftigte

Anton Mislawsky, Pexels

Nächste Woche starten die Gewerkschaften PRO-GE und GPA in die diesjährige Frühjahrslohn- und -gehaltsrunde in einigen der größten Industriebranchen des Landes. Am Dienstag, 12. März 2024, findet bei den Kollektivvertragsverhandlungen für die rund 60.000 Beschäftigten der Elektro- und Elektronikindustrie (EEI) sowie für rund 8.000 Beschäftigte der Papierindustrie die jeweils erste Verhandlungsrunde statt.

Eine Woche später folgt am 19. März 2024 der Verhandlungsstart für 7.500 Arbeitnehmer:innen in der Textilindustrie, bevor am 4. April 2024 die mit rund 50.000 Beschäftigten drittgrößte Industriebranche Österreichs, die Chemische Industrie, die KV-Verhandlungen aufnimmt. Den Abschluss der industriellen Frühjahrsrunde bildet im Mai traditionell die Glasindustrie mit rund 7.000 Beschäftigten.

Teuerung abfedern und Kaufkraft erhalten

Auch wenn die monatlichen Teuerungsraten zuletzt etwas zurückgegangen sind, liegt der für die KV-Verhandlungen relevante 12-Monats-Schnitt der Inflation (inkl. der Schnellschätzung für Februar) noch immer bei 6,8 Prozent. Die Priorität der Gewerkschaften liegt daher in allen Bereichen auf nachhaltigen Lohn- und Gehaltserhöhungen.

„Die Bundesregierung lässt bei der Inflationsbekämpfung nach wie vor jedes Engagement vermissen. Nachhaltige Erhöhungen bleiben damit das einzige Mittel, die Teuerung dauerhaft abzufedern und die Kaufkraft der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu erhalten.“

Karl Dürtscher von der GPA und Reinhold Binder von der PRO-GE, Chefverhandler für die Elektro- und Elektronikindustrie.

Eine Abfuhr erteilen die beiden Gewerkschafter dementsprechend auch allen Vorschlägen zur Abkehr von der bewährten „Benya-Formel“. „Alle bisherigen Vorschläge haben eines gemeinsam: Sie laufen auf massive Nachteile für die Beschäftigten hinaus“, fassen Binder und Dürtscher die Vorstöße der Arbeitgeberseite zusammen, „Das wird's mit uns nicht spielen. Die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer brauchen ein ordentliches reales Einkommensplus und haben sich das auch verdient.“