25. März 2026
Kollektivvertrag 2026 für die Angestellten bei Fahrschulen abgeschlossen
3,3 Prozent Gehaltsplus und neue familienfreundliche Regelungen vereinbart
Gerhard Seybert
In einem höchst sozialpartnerschaftlichen Verhandlungsprozess wurde eine Einigung erzielt, die, bei einer rollierenden Inflation von 3,33%, für alle Beschäftigten spürbare Verbesserungen mit sich bringt und für die Unternehmen dauerhaft tragbar ist.
Der Abschluss im Detail
- Alle IST-Gehälter sowie Lehrlingseinkommen werden per 1.April linear um 3,3 Prozent erhöht und auf die nächsten 50 Cent beziehungsweise den nächsten vollen Euro aufgerundet.
- Die Zulagen werden per 1.April zwischen 3,45 Prozent und 4,56 Prozent erhöht.
- Bei der Fortzahlung des Entgeltes bei Dienstverhinderung erfolgt eine Verbesserung für alle Familien, sodass der erste Schultag der fünften Schulstufe des leiblichen Kindes oder eines Kindes, mit dem der Angestellte im gemeinsamen Haushalt lebt, ohne Schmälerung des Entgeltes frei ist.
- Darüber hinaus sind die Kollektivvertragspartner darüber übereingekommen im Herbst 2026 Gespräche zur Weiterentwicklung der Textierung und des Rahmenrechts aufzunehmen.
Die Branche sieht sich aktuell mit zahlreichen Herausforderungen konfrontiert. Unter anderem mit stark steigenden Treibstoffkosten und einem Reformprozess des FSG (Führerscheingesetz). Umso erfreulicher ist, dass die Gespräche in den Verhandlungen von höchster sozialpartnerschaftlicher Kultur und Wertschätzung gegenüber allen Interessenvertretungen, Arbeitgebern und Beschäftigten geprägt waren.