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Budget: Wo bleibt die Millionärssteuer?

Stabile Mittel für aktive Arbeitsmarktpolitik angesichts steigender Arbeitslosigkeit zentral

Barbara Teiber, Vorsitzende deiner Gewerkschaft GPA. Gewerkschaft GPA / Edgar Ketzer

Gestern wurden seitens der Bundesregierung erste Details zum Doppelbudget für die Jahre 2027 und 2028 präsentiert. Dieses Budget entsteht in einer außergewöhnlich schwierigen Lage. Internationale Krisen, geopolitische Unsicherheit und wirtschaftliche Verwerfungen machen seriöse Budgetpolitik nicht einfacher.

Umso wichtiger ist für deine Gewerkschaft GPA, dass eine Konsolidierung gerecht erfolgt und nicht zulasten der arbeitenden Bevölkerung oder der Pensionist:innen geht! Es ist zwar verständlich, dass in einer schwierigen budgetären Lage alle einen Beitrag leisten müssen. Doch breitere Schultern können und müssen mehr leisten.

„Wenn Banken und große Gewinne stärker herangezogen werden, ist das ein Beitrag zu mehr Fairness, aber es reicht nicht. Gerade jetzt wäre eine Millionärssteuer ein notwendiger und längst überfälliger Schritt. Sie wird von einer Mehrheit der Bevölkerung unterstützt und würde gerade jetzt dringend benötigte Spielräume schaffen.“
Barbara Teiber, Vorsitzende deiner Gewerkschaft GPA

Wichtig ist, dass nach über drei Jahren steigender Arbeitslosigkeit die Mittel für aktive Arbeitsmarktpolitik trotz Spardruck stabilisiert werden können.  Hinsichtlich der Senkung der FLAF-Beiträge für Arbeitgeber sieht deine Gewerkschaft GPA eine Umverteilung hin von Unternehmen mit hohen Gewinnen zu jenen, die mehr Menschen beschäftigten.

Dabei muss aber klar sein, dass die Senkung jedenfalls durch Beiträge der Unternehmen gegenfinanziert wird. Dass die Beschäftigten einen noch höheren Prozentsatz zum Steueraufkommen beitragen, wäre für deine Gewerkschaft GPA inakzeptabel!