Für billigere Lebensmittel in Österreich!
GPA fordert Ende unfairer Preis- und Lieferpraktiken
Ob Lebensmittel, Kosmetik oder Reinigungsmittel: Preisunterschiede durch Lieferbarrieren treffen am Ende die Konsument:innen. Deshalb macht sich deine Gewerkschaft GPA für ein Ende dieser ungleichen Bedingungen stark – damit Produkte in Österreich endlich wieder leistbarer werden.
Österreich bremst in Brüssel
Wie bekannt wurde, haben sich österreichische Vertreter im EU-Rat für mehr Zurückhaltung bei der Aufhebung territorialer Lieferbeschränkungen ausgesprochen. „Während andere EU-Staaten aktiv dafür kämpfen, ungerechte Handelspraktiken zu beenden, drosseln die Vertreter des österreichischen Wirtschaftsministeriums das Tempo. Doch gerade angesichts der anhaltenden Teuerung muss die Politik jetzt jede Möglichkeit nützen, um die Menschen zu entlasten“, fasst Barbara Teiber, Vorsitzende deiner Gewerkschaft GPA, die Situation zusammen.
„Angesichts der anhaltenden Teuerung, muss die Politik jetzt jede Möglichkeit nützen, um die Menschen zu entlasten!“
Ungerechte Preisaufschläge
Die aktuellen Preisbarrieren ermöglichen es internationalen Konzernen, Markenartikel in Österreich um bis zu 20 Prozent teurer als in Deutschland zu verkaufen. „Die Österreicherinnen und Österreicher müssen sich darauf verlassen können, dass sich alle politischen Vertreter ohne Zögern für mehr Fairness und Transparenz einsetzen. Es darf nicht zur Diskussion stehen, ob die Interessen einiger weniger Konzerne oder jene von 450 Millionen europäischen Konsumentinnen und Konsumenten überwiegen“, so Teiber weiter.
Milliardenbelastung für Konsument:innen
Laut EU-Kommission beläuft sich der Schaden für Konsument:innen durch territoriale Lieferbeschränkungen auf Milliardenhöhe. „In den vergangenen Jahren hat die Teuerung Haushalte wie Wirtschaft massiv belastet. Gerade deshalb müssen wir jetzt alle Hebel nutzen, die uns zur Verfügung stehen, um endlich wieder für Zuversicht zu sorgen. Ein Körberlgeld in der Höhe von 19 Milliarden Euro für Industriekonzerne ist aber sicher nicht der richtige Weg dazu“, betont Teiber.
„In Zeiten der Teuerung darf es kein Körberlgeld für internationale Konzerne geben!“
Barbara Teiber, Vorsitzende der Gewerkschaft GPA
Mehr Fairness im Binnenmarkt
Territoriale Lieferbeschränkungen – auch Territorial Supply Constraints (TSCs) genannt – verletzen die Grundprinzipien des freien Binnenmarkts. Sie verhindern, dass Unternehmen in der EU zu denselben Konditionen einkaufen können, und sorgen so für künstlich hohe Preise. „Es geht hier schlicht um mehr Fairness für Konsumentinnen und Konsumenten, die von unserem gemeinsamen Binnenmarkt profitieren sollen. Wenn wir das weiterhin wollen, müssen wir jetzt klare Kante zeigen und derartigen Praktiken entschlossen entgegentreten“, betont die Vorsitzende deiner Gewerkschaft GPA abschließend.