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Gewerkschaften fordern Maßnahmen zur Sicherung europäischer Industriearbeitsplätze

Made in Europe – Wo Steuergeld drinnen ist, muss auch Europa drinnen sein

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Anlässlich des heutigen Aktionstags der europäischen Industriegewerkschaften fordern die Gewerkschaften PRO-GE und GPA gezielte Maßnahmen zur Sicherung europäischer wie österreichischer Industriearbeitsplätze. Vor dem Hintergrund anhaltender internationaler Unsicherheiten und struktureller Herausforderungen betonen Mario Ferrari (Bundesgeschäftsführer GPA) und Reinhold Binder (Bundesvorsitzender PRO-GE) erneut die Wichtigkeit aktiver Beschäftigungspolitik.

Für Österreich sei die Ausgangslage klar, mit der Industriestrategie liegt ein wichtiges Fundament vor. Entscheidend sei nun, diese konsequent mit Leben zu füllen. Industriepolitik müsse stets mit aktiver Arbeitsmarktpolitik einhergehen.

„Eine zukunftsfähige Industriepolitik muss Beschäftigung, Qualifikation und Investitionen gemeinsam denken. Gerade die Aus- und Weiterbildung ist der Schlüssel, um industrielle Wertschöpfung im Land zu halten und weiterzuentwickeln.“
Mario Ferrari, Bundesgeschäftsführer GPA

Darüber hinaus müsse bei öffentlichen Vergaben „Made in Europe“ im Mittelpunkt stehen. „Wo Steuergeld drinnen ist, muss auch Europa drinnen sein“, sagt Ferrari. Dies stärke die Industrie, sichere Arbeitsplätze und trage dazu bei, Abhängigkeiten zu verringern.

Die europäischen Industriegewerkschaften fordern unter anderem:

  • Investitionen in nachhaltige Produktion (Grüne Industrie)
  • Europäische Arbeitsplätze durch öffentliche Unterstützung und Beschaffung schützen (“Made in Europe”)
  • Wirksame Instrumente zum Schutz von Arbeitsplätzen in unsicheren Zeiten
  • Verbindliche Pläne für einen gerechte Transformation der Industrie mit konkreten Maßnahmen
  • Unfaire globale Handelspraktiken und industrielle Überkapazitäten stoppen
  • Bezahlbare, saubere Energie für die europäischen Industrien