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Papamonat (§ 1a VKG)

Rechtsgrundlagen sind das Väter- Karenzgesetz (§ 1a VKG) sowie das Familienzeitbonusgesetz.

Alle Väter (gilt auch für gleichgeschlechtliche Paare), die unselbstständig beschäftigt sind,  haben einen Rechtsanspruch auf den „Papamonat“. Spätestens 3 Monate vor dem errechneten Geburtstermin muss der Vater dem/der ArbeitgeberIn mitteilen (Vorankündigungsfrist), dass er den „Papamonat“ in Anspruch nehmen will. Der Arbeitnehmer muss den/die ArbeitgeberIn unverzüglich von der Geburt informieren und spätestens eine Woche nach der Geburt hat der Vater dann den tatsächlichen Antrittszeitpunkt für den Papamonat bekannt zu geben. 

Der Vater hat gegenüber dem Arbeitgeber einen arbeitsrechtlichen Freistellungsanspruch in der Dauer von einem Monat. Dieser kann frühestens mit dem auf die Geburt des Kindes folgenden Tag beginnen und bis zum Ende des Beschäftigungsverbotes der Mutter in Anspruch genommen werden.

Während des „Papamonats“ haben Väter einen Kündigungs- und Entlassungsschutz. Dieser beginnt mit der Mitteilung des Vaters, dass er den „Papamonat“ in Anspruch nehmen will, frühestens jedoch vier Monate vor dem errechneten Geburtstermin. Der Kündigungs- und Entlassungsschutz endet vier Wochen nach dem Ende des „Papamonats“.

Der „Papamonat“ gilt für Arbeitnehmer, da es sich um einen Freistellungsanspruch gegenüber dem Arbeitgeber handelt.

Auf den Familienzeitbonus gemäß Familienzeitbonusgesetz (Geldleistung in Höhe von € 22,60 pro Tag) haben aber auch Selbstständige Anspruch, sofern sie die Anspruchsvoraussetzungen für diese Geldleistung erfüllen. Beantragt wird dieser Bonus bei der zuständigen Krankenversicherung. Es gibt dafür ein eigenes Formular.

Detailliertere Informationen erhältst du in deiner GPA Landesgeschäftsstellen.