Warum Arbeitszeitverkürzung Jobs schafft und uns der Starrsinn der Wirtschaftskammer nicht weiterbringt

GPA-djp-Vorsitzende Barbara Teiber wendet sich an WKÖ-Chef Mahrer

Die Wirtschaftskammer hat erneut in einer Pressekonferenz die GPA-djp-Forderung nach einer Arbeitszeitverkürzung zurückgewiesen. Darauf reagiert Barbara Teiber: „Die Wirtschaftskammer erlegt sich offenbar weiterhin selbst ein Denkverbot in Richtung Arbeitslosigkeit auf. Dabei bringt eine Reduktion der Normalarbeitszeit neue Jobs.“

Für die Bewältigung der Arbeitsmarktkrise brauche es neue, mutige Wege, nicht Starrsinn, sagt die die Gewerkschafterin. Das GPA-djp-Modell „90 für 80“ sieht eine geförderte Arbeitszeitverkürzung vor, die auch dem Unternehmen etwas bringt. „Damit kommen wir dem Wunsch vieler Beschäftigter nach kürzeren Arbeitszeiten nach, schaffen Jobs und fördern mit dem zusätzlichen Konsum durch weniger Arbeitslosigkeit die Wirtschaft“, so Teiber.

Die GPA-djp hat den Kampf gegen die Arbeitslosigkeit ganz oben auf ihrer Prioritätenliste. „Jeder Arbeitslose ist einer zu viel“, sagt Teiber und erklärt: „Wir können nicht einfach abwarten und hoffen, dass sich die Wirtschaft schon irgendwie erholen wird. Es braucht sofort konkrete Maßnahmen. Arbeitslose jetzt wie Mahrer aufzufordern, umzuziehen, um einen Job zu finden, ist nicht zumutbar und löst kein einziges Problem. Es braucht mehr Jobs“, sagt die Gewerkschafterin.

 

Vizekanzler Kogler und Minister Anschober haben das GPA-djp-Modell „90 für 80“ bereits unterstützt. Jetzt brauche es konkrete Umsetzungsschritte, fordert die Gewerkschaftsvorsitzende.