Schwangere Beschäftigte mit Kundenkontakt endlich freistellen!

GPA, Edgar Ketzer

Schwangere Handelsangestellte müssen dingend vom Dienst freigestellt werden. Darauf machte am 28. April die Gewerkschaft GPA bei einer Aktion vor dem Gesundheitsministerium aufmerksam. Schwangere im Handel müssen auch mit Kundenkontakt arbeiten und sind so einem erhöhten Risiko ausgesetzt. Sie sind aus gutem Grund von der FFP2 Maskenpflicht befreit, stehen dadurch aber nicht selten in der Kritik von KundInnen. Auch bei der Impfung sind Schwangere bislang keine bevorzugte Gruppe. 

Unterstützung aus medizinischer Sicht kommt von der Wiener Gynäkologin Mirijam Hall, die auf einer geburtshilflichen Corona-Station arbeitet: „Schwangere haben im Falle einer Corona-Infektion ein erhöhtes Risiko auf einem schweren Verlauf. Dadurch steigt auch das Risiko, eine Frühgeburt zu erleiden. Schwangere müssen deshalb dringend besonders geschützt werden.“ Hall tritt auch für die rasche Impfung von schwangeren Frauen ein, die besonderen Gefahren ausgesetzt sind.

Dringender Appell an Minister Mückstein

GPA-Vorsitzende Barbara Teiber appelliert insbesondere an Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein in seiner Rolle als Arzt und Mediziner: „Herr Minister, tun sie alles, um die Freistellung von schwangeren Kolleginnen im Handel zu ermöglichen. Es ist höchste Zeit. Zeigen Sie Verantwortung und Respekt!“

GPA, Edgar Ketzer

Im Mutterschutzgesetz müssten bloß sechs Wörter geändert werden, um den Schutz von schwangeren Kolleginnen mit Kundenkontakt zu gewährleisten. Ein entsprechender Textentwurf wurde an die Generalsekretärin im Gesundheitsministerium, Ines Stilling übergeben.