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Zukunft der Pflege in Österreich

Neue Studie zeigt, dass bis 2050 bis zu 200.000 Personen fehlen
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In einer Zeit, in der der Pflegebereich vor beispiellosen Herausforderungen steht, macht ein kürzlich von der Gesundheit Österreich GmbH (GÖG) vorgelegter Bericht deutlich: Bis 2050 könnten uns 200.000 Pflegekräfte fehlen. Beatrix Eiletz, die Stimme der Gewerkschaft GPA im Sozial- und Pflegebereich, sieht in diesen Zahlen nicht nur eine Warnung, sondern auch einen Aufruf zum Handeln. „Nicht die Anwerbung von außen, sondern die Stärkung von innen durch bessere Arbeitsbedingungen wird den Unterschied machen, dann kommen die von außen von selbst zu uns“, betont sie mit Blick auf die Empfehlung, Pflegekräfte aus Drittstaaten anzuwerben.

Ein Blick hinter die Kulissen

Die Realität im Pflegealltag ist geprägt von Überstunden, ständigem Einspringen und einer Bürokratie, die kaum Zeit für das Wesentliche lässt: die Pflege der Menschen. Diese Bedingungen führen zu einer hohen Fluktuation und einem stetigen Verlust an Fachkräften. „Die Pflegekräfte sind das Rückgrat unseres Gesundheitssystems, und doch werden sie bis an ihre Grenzen und darüber hinaus belastet“, erklärt Eiletz.

Es geht nicht nur um die Quantität, sondern vor allem um die Qualität der Pflege.

Beatrix Eiletz, Stimme der Gewerkschaft GPA im Sozial- und Pflegebereich

Die Lösung: Ausbildung und Unterstützung

Um den Pflegenotstand effektiv zu bekämpfen, fordert die Gewerkschaft GPA einen zweigleisigen Ansatz: Mehr Ausbildungsplätze sollen den Nachwuchs sichern, während bessere Arbeitsbedingungen dafür sorgen, dass erfahrene Pflegekräfte im Beruf bleiben. „Es geht nicht nur um die Quantität, sondern vor allem um die Qualität der Pflege“, so Eiletz. Dies erfordert eine Investition in die Menschen, die in diesem Bereich arbeiten, und in die Bedingungen, unter denen sie ihre wichtige Arbeit leisten.

Ein finanzieller Schritt vorwärts

Neben strukturellen Veränderungen ist auch eine finanzielle Aufwertung des Pflegeberufs unerlässlich. „Es muss sich lohnen, in der Pflege zu arbeiten – nicht nur ideell, sondern auch materiell“, fordert Eiletz. Dies bedeutet nicht nur eine bessere Bezahlung für die Pflegekräfte selbst, sondern auch eine stärkere finanzielle Unterstützung der Trägerorganisationen, um nachhaltige Verbesserungen in der Pflege zu ermöglichen.

Gemeinsam für eine bessere Zukunft

Die Herausforderungen im Pflegebereich sind groß, aber nicht unüberwindbar. Die Gewerkschaft GPA setzt sich dafür ein, dass Pflegekräfte die Anerkennung und Unterstützung erhalten, die sie verdienen. Durch gemeinsame Anstrengungen können wir den Pflegenotstand überwinden und ein Gesundheitssystem schaffen, das für alle funktioniert – heute und in der Zukunft.