Mehr Gerechtigkeit bei Gehältern und Vermögen

Wie viel ein Arbeitnehmer oder eine Arbeitnehmerin in Österreich mindestens verdient, ist in den allermeisten Fällen im Kollektivvertrag geregelt. Ein Kollektivvertrag ist eine Vereinbarung zwischen Gewerkschaft und ArbeitgeberInnen, die meist für eine ganze Branche gilt.

So regelt zum Beispiel der Kollektivvertrag im Handel die Gehälter und Arbeitsbedingungen für alle Handelsangestellten in ganz Österreich.

Die Gewerkschaft GPA verhandelt über 170 Kollektivverträge und sichert damit, wie viel ArbeitnehmerInnen mindestens verdienen müssen oder auch wofür sie zusätzliches Geld (Zulagen, Zuschläge) bekommen. Unser Ziel dabei ist, dass kleine Gehälter stärker steigen und dass es keine unfairen Gehaltsunterschiede zwischen Frauen und Männern mehr gibt. Dabei gilt: Je mehr Menschen Mitglied der Gewerkschaft sind, desto höhere Gehälter kann die Gewerkschaft verhandeln.

Wie viel am Ende des Monats im Börsel bleibt, hängt nicht nur vom Gehalt ab, sondern auch von den Steuern, die man zahlen muss. Wir finden Steuern wichtig, weil dadurch Sozialleistungen, unser Gesundheitssystem, Dienstleistungen wie die Müllabfuhr oder auch Infrastruktur wie Straßen, Schulen und Energienetz finanziert werden. Es kommt aber darauf an, wer wie viel Steuern zahlt.

Momentan werden rund 80 Prozent der Steuern von ArbeitnehmerInnen und PensionistInnen gezahlt. Unternehmen oder Millionäre tragen im Vergleich nur wenig bei. Deshalb werden Reiche immer reicher, während Arme oft ärmer werden.

Die Gewerkschaft GPA fordert daher, dass ArbeitnehmerInnen entlastet werden. Gleichzeitig wollen wir, dass eine Millionärssteuer eingeführt wird, die das Vermögen von Superreichen besteuert. Das ist gerecht.