KV Finance 2026: Blockadehaltung der Arbeitgeber hält an
Betriebsversammlungen starten nach ergebnisloser dritter Verhandlungsrunde in ganz Österreich
In der dritten Verhandlungsrunde für die rund 68.000 Angestellten des Finanzsektors kam es am 23. März zu keiner Einigung zwischen den Sozialpartnern. Seitens der Arbeitgeber weigert man sich trotz der herausragenden Ergebnisse der Branche weiterhin ein faires Angebot zur Erhöhung der Gehälter vorzulegen. Die Abgeltung der Inflation wird weiterhin pauschal ausgeschlossen. Für deine Gewerkschaft GPA ist das inakzeptabel. Deshalb werden die Beschäftigten der Branche noch diese Woche im Zuge von Betriebsversammlungen über den aktuellen Verhandlungsstand informiert und weitere Maßnahmen beraten.
„Alle Kennzahlen bestätigen uns, dass der Finanzsektor jedenfalls in der Lage ist, die Teuerung abzugelten und die Kaufkraft zu stärken.“
„Dass trotz Rekordergebnissen nach drei Verhandlungsrunden nicht einmal ein Angebot vorliegt, ist das Gegenteil von Wertschätzung für alle Kolleginnen und Kollegen, die den Erfolg des Finanzsektors überhaupt erst möglich machen“, betont Wolfgang Pischinger, Chefverhandler deiner Gewerkschaft GPA und Zentralbetriebsrat der OBERBANK.
Auch Anita Palkovich, Verhandlerin deiner Gewerkschaft GPA kritisiert die pauschale Absage einer Abgeltung der Inflation seitens der Arbeitgeber.
„Die herausragende Branchenentwicklung wird zu wenig gewürdigt, während man sich hinter schwachen Kennzahlen anderer Branchen versteckt. Das wird weder der Realität des Finanzsektors noch der Leistung der Beschäftigten gerecht.“
„Wir haben auch heute wieder zahlreiche Vorschläge, etwa zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen eingebracht, um eine Lösung am Verhandlungstisch zu ermöglichen. Doch nun liegt es an den Arbeitgebern endlich den Weg für eine konstruktive Lösung freizumachen – und das bedeutet ein faires Angebot zur Erhöhung der Gehälter“, so Palkovich weiter.
„Wir werden die Kolleginnen und Kollegen in den Betrieben über den aktuellen Verhandlungsstand informieren und gemeinsam über weitere Maßnahmen beraten. Fest steht: Wenn die Arbeitgeber weiterhin an ihrer Blockadehaltung festhalten, werden auch wir den Druck erhöhen müssen!“, so Pischinger und Palkovich abschließend.
Die nächste Verhandlungsrunde findet am 7. April statt.