KV-Handel: Kein Abschluss in der dritten Runde

Keine Perspektiven für Frauen und Junge – Branche trägt auch gesamtwirtschaftliche Verantwortung
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Auch die dritte Verhandlungsrunde für die etwa 430.000 Angestellten und Lehrlinge im Handel brachte kein Ergebnis. Das letzte Angebot der Arbeitgeber entspricht nicht dem, was sich die Angestellten nach dem schwierigen Corona-Jahr verdient haben. Am Freitag den 12.11. werden die BetriebsrätInnen in Österreich online über den Verhandlungsverlauf informiert und die weitere Vorgangsweise beraten.

Keine Perspektiven für Frauen und Junge

Die zweite KV-Verhandlungsrunde für die etwa 430.000 Angestellten und Lehrlinge im Handel brachte kein Ergebnis. Nach wie vor gibt es keine Bereitschaft der Arbeitgeber über echte Perspektiven für die Beschäftigten im Handel und die vielen Teilzeitbeschäftigten zu verhandeln. 

Die Gewerkschaft GPA fordert eine Verbesserung für die großteils weiblichen Beschäftigten. Konkret geht es um eine kräftige Gehaltserhöhung, Zuschläge bei Nachtarbeit, eine faire Bezahlung bei Mehrarbeit mit gleichen Rechten für Teilzeitbeschäftigte und einen Digitalisierungsbonus für Lehrlinge.

Gesamtwirtschaftliche Verantwortung

„Wir werdend das Gefühl nicht los, dass die Arbeitgeber nach wie vor die Corona Pandemie als Vorwand nehmen, um jede positive Weiterentwicklung bei Arbeitsbedingungen und Gehältern zu blockieren“, sagt GPA-Verhandlerin Anita Palkovich.

"Die größte Branche in der österreichischen Wirtschaft hat auch eine gesamtwirtschaftliche Verantwortung. Was bisher am Tisch liegt, ist ein Affront gegenüber der Leistung der Beschäftigten und sichert dauerhaft keinen Arbeitsplatz und ist auch kein Beitrag für einen nachhaltigen Aufschwung, der ganz wesentlich vom Inlandskonsum getragen wird“, so der Vorsitzende des Wirtschaftsbereichs Handel Martin Müllauer.