KV Papierindustrie 2026: Faires Angebot statt Mogelpackung gefordert!
Angebot inakzeptabel - Betriebsversammlungen starten nächste Woche
In der vierten Verhandlungsrunde für den Kollektivvertrag der rund 7.500 Beschäftigten der Papierindustrie kam es erneut zu keiner Einigung. Seitens der Arbeitgeber wurde zwar erstmals ein Angebot vorgelegt. Die Mindestlöhne und -gehälter sollen linear um 1,9 Prozent erhöht werden, die Ist-Löhne und -Gehälter sollen im Durchschnitt ebenso um 1,9 Prozent steigen. Zusätzlich wird eine Einmalzahlung von 300 Euro geboten.
Betriebe mit negativem EBIT soll die Einmalzahlung jedoch nicht umfassen. In diesem Fall soll auch die Erhöhung der Ist-Löhne und -Gehälter erst sechs Monate später erfolgen. Für deine Gewerkschaften GPA und die Gewerkschaft PRO-GE ist das Angebot nicht akzeptabel, deshalb folgen nun Betriebsversammlungen in ganz Österreich.
„Was auf den ersten Blick wie ein Verhandlungsvorschlag aussieht, entpuppt sich bei näherem Hinsehen als löchriger Fleckerlteppich voller Ausnahmen und Einmal-Effekte.“
„Das ist kein seriöses Angebot, sondern eine Mogelpackung. Was auf den ersten Blick wie ein Verhandlungsvorschlag aussieht, entpuppt sich bei näherem Hinsehen als löchriger Fleckerlteppich voller Ausnahmen und Einmal-Effekte“, betont Walter Kogler, Verhandlungsleiter deiner Gewerkschaft GPA. Die Beschäftigten haben Respekt für ihre Arbeit verdient und das bedeutet ein faires Angebot zur Abgeltung ihrer Leistung!
Nächste Woche werden Betriebsversammlungen in ganz Österreich einberufen, um die Kolleginnen und Kollegen zu informieren. Deine Gewerkschaft GPA fordert weiterhin eine Abgeltung der Teuerungsrate.
Die nächste Verhandlungsrunde findet am 5. Mai statt.
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