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Gewerkschaft GPA Tirol erteilt NEOS-Vorschlag zur Sonntagsöffnung im Handel klare Absage

Sonntagsöffnung schadet Beschäftigten und kleinen Betrieben

Philip Pollak, Regionalsekretär für den Wirtschaftsbereich Handel in deiner Gewerkschaft GPA. Gewerkschaft GPA

Ein klares Nein zur von der Tiroler NEOS-Chefin Birgit Obermüller geforderten Sonntagsöffnung im Handel kommt von deiner Gewerkschaft GPA Tirol.

„Was als Flexibilität verkauft wird, schlägt in der Realität auf dem Rücken der Beschäftigten auf und schwächt gerade jene kleinen Betriebe, die angeblich profitieren sollen. Dazu kommt, dass im Handel vorwiegend Frauen arbeiten – sie sollen jetzt auf Freizeit und Planbarkeit verzichten.“
Philip Pollak, Regionalsekretär für den Wirtschaftsbereich Handel in deiner Gewerkschaft GPA

Bei einer Befragung unter den Tiroler Handelsbeschäftigten hatten sich knapp 97% der Mitarbeiter:innen dezidiert gegen eine Sonntagsöffnung ausgesprochen.

Der NEOS-Vorstoß ginge klar zulasten der Handelsbeschäftigten. Sonntagsöffnungen würden für die vorwiegend weiblichen Beschäftigten bedeuten, dass die Vereinbarkeit von Familie und Beruf massiv erschwert wird. Zudem müssen sie wertvolle Familienzeit opfern. Nicht umsonst hatten sich vergangenen Herbst fast 97% der über 1.500 befragten Tiroler Handelsbeschäftigten bei einer Meinungsanalyse deiner Gewerkschaft GPA direkt in den Betrieben gegen eine Sonntagsöffnung ausgesprochen.

Besonders der gestiegene Arbeitsdruck wird als äußerst problematisch gesehen. Die Beschäftigten im Handel leisten täglich enorme Arbeit unter hohem Druck und das trotz des immer häufigeren Vorkommens von Gewaltsituationen am Arbeitsplatz, sie brauchen freie Tage zur Erholung, Zeit mit der Familie und eine verlässliche Arbeitszeitstruktur. Was sie ganz sicher nicht brauchen, ist eine Öffnung am Sonntag. Auch das Märchen vom zusätzlichen Gewinn wird von deiner Gewerkschaft GPA klar in Abrede gestellt.

„Der Umsatz steigt auch bei längeren Öffnungszeiten nicht, es kommt lediglich zu einer Verschiebung. Wer wirklich die Nahversorgung sichern will, stärkt Kaufkraft, schafft planbare Arbeitszeiten und attraktive Beschäftigungsbedingungen – statt den letzten gemeinsamen freien Tag zu opfern. Der Sonntag ist ein sozialer Anker für Familien, Pflege von Beziehungen, Ehrenamt und Teilnahme am gesellschaftlichen Leben. Das ist kein Anachronismus, sondern ein Standortvorteil in einem Land, das Lebensqualität ernst nimmt.“
Philip Pollak, Regionalsekretär für den Wirtschaftsbereich Handel in deiner Gewerkschaft GPA

Viel wichtiger ist daher die Sicherung der Kaufkraft, um die Konjunktur in Österreich weiter anzukurbeln und der Fokus auf bessere Arbeitsbedingungen.