Begleitung schwerstkranker Kinder (§ 14 b AVRAG)

Die Regelungen und Rechtsfolgen zur Sterbebegleitung sind auch bei der Begleitung von im gemeinsamen Haushalt lebenden, schwerstkranken Kindern (Wahl- und Pflegekindern oder leiblichen Kindern des anderen Ehegatten, des eingetragenen Partners oder Lebensgefährten) des AN anzuwenden.

Hier besteht ein Unterschied bei den Fristen: Die Maßnahme kann für höchstens 5 Monate, bei Verlängerung insgesamt bis höchstens 9 Monate verlangt werden.

Die Maßnahme kann bei Ausschöpfen der (ersten) 9 Monate um weiteres  Mal, wiederum  um höchstens 9 Monate verlängert werden, wenn die Begleitung anlässlich einer weiteren medizinisch notwendigen Therapie für das schwerstkranke Kind erfolgen soll.

In beiden Fällen kann das Pflegekarenzgeld beantragt werden. Dieses muss beim Sozialministeriumservice beantragt werden. Es besteht darüber hinaus bei der Familienhospiz die Möglichkeit eines Zuschusses aus dem Familienhospizkarenz-Härteausgleichsfonds. Dieser muss ebenso beim Sozialministeriumservice beantragt werden.