Zum Hauptinhalt wechseln

KV Finance 2026: Kundgebung bringt erstmals Bewegung in Verhandlungen

Angebot von 2,3 Prozent plus 20 Euro unzureichend, Betriebsrät:innen-Konferenz am 13. April

In der vierten Verhandlungsrunde für den Kollektivvertrag der rund 68.000 Beschäftigten des Finanzsektors konnte heute erneut keine Einigung erzielt werden. Nachdem seitens der Beschäftigten der Branche im Vorfeld der Verhandlung eine Kundgebung abgehalten wurde, erfolgte seitens der Arbeitgeber nun erstmals ein Angebot. Die Gehälter sollen um 2,3 Prozent sowie einen Fixbetrag von 20 Euro erhöht werden. Außerdem wurde eine Einmalzahlung in der Höhe von 250 Euro angeboten. Das ist unzureichend und entspricht keinesfalls der wirtschaftlichen Entwicklung der Branche.

Der Druck der Beschäftigten hat dazu geführt, dass Bewegung in die Verhandlungen kommt. Doch das aktuelle Angebot entspricht weder den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Branche noch der Leistung der Beschäftigten. Es braucht ein deutlich verbessertes Angebot und dafür werden wir auch weiterhin kämpfen.

„Unsere Kolleginnen und Kollegen haben heute eindeutig gezeigt, dass sie sich einen fairen Abschluss erwarten, gerade wenn Gewinne und Dividenden Jahr für Jahr steigen.“
Wolfgang Pischinger, Zentralbetriebsrat der OBERBANK und Chefverhandler der Gewerkschaft GPA

In der kommenden Woche werden wir die Betriebsrätinnen und Betriebsräten des Finanzsektors über den aktuellen Verhandlungsstand informieren und weitere Maßnahmen beraten. Wenn sich die Arbeitgeber weiterhin hinter den Abschlüssen anderer Branchen verstecken, dann werden auch wir den Druck weiter erhöhen. Unser Ziel bleibt eine Lösung am Verhandlungstisch, doch dafür braucht es beide Seiten.

„Es geht hier nicht um überzogene Forderungen, sondern schlicht um die Frage, ob jene, die Jahr für Jahr Rekordgewinne erwirtschaften auch daran teilhaben.“
Anita Palkovich, Verhandlerin der Gewerkschaft GPA

Die Betriebsrät:innen-Konferenz der Gewerkschaft GPA findet am 13. April statt. Die fünfte Verhandlungsrunde folgt am 15. April.