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KV 2026 Chemische Industrie: Betriebsrät:innen erhöhen den Druck

Resolution vor nächster Verhandlungsrunde beschlossen

Gewerkschaft GPA / Edgar Ketzer

Nachdem in der letzten Verhandlungsrunde für den Kollektivvertrag der rund 50.000 Beschäftigten der Chemischen Industrie ein inakzeptables Angebot seitens der Arbeitgeber vorgelegt wurde, versammelten sich heute zahlreiche Betriebsrätinnen und Betriebsräte der Branche in Hörsching, um den aktuellen Verhandlungsstand zu diskutieren. Die seitens der Arbeitgeber gebotene Einmalzahlung in der Höhe von 250 Euro ohne jegliche nachhaltige Erhöhung der Löhne und Gehälter führte zu großer Empörung und Unverständnis und hat zur Folge, dass nun auch die Gewerkschaften den Druck erhöhen.

Wenn es auch in der nächsten Verhandlungsrunde zu keiner Einigung kommt, werden österreichweit Betriebsversammlungen einberufen, um die Kolleginnen und Kollegen über den respektlosen Verhandlungszugang der Arbeitgeber zu informieren und weitere Maßnahmen zu beraten. Die einhellige Stimmung bei der Konferenz war deutlich – die Beschäftigten sind wütend!

„Wer glaubt, uns mit einer Einmalzahlung abspeisen zu können, muss mit massivem Widerstand seitens der Gewerkschaften rechnen!“
Mario Mayrwöger, Verhandler deiner Gewerkschaft GPA

Die Arbeitgeber müssen zu konstruktiven Verhandlungen zurückkehren, statt weiterhin Verunsicherung auf dem Rücken der Beschäftigten zu verbreiten. Denn das aktuelle Angebot verkennt nicht nur die Leistung der Beschäftigten, sondern entspricht auch nicht den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Branche. Sowohl der Produktionswert der chemischen Industrie als auch die Auftragslage haben sich positiv entwickelt. Einige Betriebe schreiben sogar Rekordergebnisse.

Deine Gewerkschaft GPA und die Gewerkschaf PRO-GE fordern deshalb eine Erhöhung der Löhne, Gehälter und Lehrlingseinkommen um 3,5 Prozent. Die vierte Verhandlungsrunde findet am 29. April statt.