Ein Frauenleben
In der Broschüre zum Equal Pension Day haben wir Hildegard durch ihr (Berufs-)Leben begleitet und festgestellt, welche Faktoren dazu führen, dass sie weit über das gesetzliche Pensionsalter hinaus arbeiten muss, um eine Pension zu erhalten, von der sie auch leben kann.
Hildegards Berufsleben
Hildegard wurde am 15.07.1966 in Österreich geboren. Sie machte eine Lehre und startete früh ins Berufsleben - vollzeitbeschäftigt und sozialversichert.
Planen für die Pension
Die Geburt ihrer zwei Kinder veränderte ihr Berufsleben grundlegend: Während ihr Mann weiterhin Vollzeit arbeitete, blieb Hildegard mehrere Jahre zu Hause und war danach lange in Teilzeit tätig, was sich später als deutlicher Dämpfer für die Pensionshöhe erwies.
Die Kindererziehungszeiten wurden Hildegard teilweise angerechnet.
Als Vorsorge für Hildegards Pension beantragten sie und ihr Mann ein freiwilliges Pensionssplitting. An eine freiwillige Höherversicherung hat Hildegard damals nicht gedacht.
Weiterarbeiten für mehr Pension
Später dachte Hildegard über eine Korridorpension nach, hatte jedoch wegen der langen Familienpausen zu wenige Versicherungsmonate gesammelt.
Da die Regelpension mit 63 Jahren sehr niedrig ausfiel, entschied sich Hildegard für einen neuen Weg: die Teilpension. Erst mit 70 Jahren löste Hildegard das Dienstverhältnis auf – so fiel ihre endgültige Pension etwas höher aus.
Deine Zukunft
Hildegards Geschichte steht stellvertretend für viele Frauenbiografien: Trotz jahrzehntelanger Arbeit, Phasen intensiver Kinderbetreuung und Teilzeit resultieren im Pensionssystem große Unterschiede.
Hinzu kommt die Anhebung des Pensionsantrittsalters für Frauen, sodass für den konkreten Pensionsantritt auch das Geburtsjahr noch relevanter wird.
Denk schon frühzeitig an deine Pension und gestalte dein Berufsleben auch für deine Zukunft!