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4,95 Prozent mehr Einkommen für die Beschäftigten der chemischen Industrie

Erhöhungen stärken die Kaufkraft – Betriebsversammlungen haben Abschluss möglich gemacht
BetriebsrätInnen der Chemischen und Papierindustrie
Betriebsversammlungen haben Abschluss möglich gemacht. GPA, Edgar Ketzer

Am 3. Mai konnte für die rund 47.000 Beschäftigten der chemischen Industrie ein Kollektivvertragsabschluss erzielt werden.

Die kollektivvertraglichen Löhne und Gehälter steigen um 4,95 Prozent. Die IST-Löhne und -Gehälter werden um 4,75 Prozent erhöht, jedenfalls aber um mindestens 120 Euro. Dieser Mindestbetrag bedeutet für niedrigere Einkommen um bis zu 5,9 Prozent mehr Geld, ergibt nämlich die Prozent-Erhöhung weniger als 120 Euro, wird der Lohn/das Gehalt eben um den Mindestbetrag erhöht. Dies gilt sowohl für die KV-als auch für die IST-Löhne und -Gehälter. Die Lehrlingseinkommen steigen um 4,95 Prozent.

Die Erhöhungen gelten rückwirkend mit 1. Mai 2022. Die KV-Einigung für die chemische Industrie ist nach der Textil- und Papierindustrie der dritte Abschluss in der industriellen Frühjahrslohnrunde. 

"Die Betriebsversammlungen in der letzten Woche haben für die notwendige Bewegung gesorgt und einen Kollektivvertragsabschluss in dieser Höhe erst möglich gemacht. Angesicht der Teuerungen in den letzten Monaten sind die außerordentlich guten Erhöhungen eine wichtige Stärkung der Kaufkraft der ArbeitnehmerInnen", sagen die beiden Chefverhandler Günther Gallistl (Gewerkschaft GPA) und Alfred Artmäuer (PRO-GE).

Der Abschluss im Detail:

  • KV-Löhne und -Gehälter: + 4,95 Prozent
  • IST-Löhne und -Gehälter: + 4,75 Prozent
  • Lehrlingseinkommen: + 4,95 Prozent
  • Aufwandsentschädigungen und Messegelder: + 3,9 Prozent
  • Gültigkeit: 1. Mai 2022