KV 2026 Elektro- und Elektronikindustrie: Streikfreigabe erhalten
„Es reicht“ - Scheitert auch die 5. Verhandlungsrunde am 28. Mai starten gewerkschaftliche Kampfmaßnahmen
Am 28. Mai beginnt um 14.30 Uhr die bereits 5. Kollektivvertrags-Verhandlungsrunde für die rund 60.000 Beschäftigten der Elektro- und Elektronikindustrie. Wenn auch die Verhandlungsrunde am Donnerstag scheitert, folgen gewerkschaftliche Kampfmaßnahmen in den Betrieben.
Das Angebot der Arbeitgeber für Lohn- und Gehaltserhöhungen beträgt weiterhin ein Prozent. Für deine Gewerkschaft GPA und die Gewerkschaft PRO-GE ist das Angebot angesichts der Teuerungsrate von 3,3 Prozent und des wirtschaftlichen Aufwärtstrends der Branche deutlich zu niedrig.
"Wir befinden uns in der 12. Verhandlungswoche und stehen bei einem Arbeitgeber-Angebot von nur einem Prozent. Sollte sich am Donnerstag keine Bewegung in Richtung faire Lohn- und Gehaltserhöhungen abzeichnen und ein Abschluss nicht möglich sein, wird es in den Betrieben zu gewerkschaftlichen Kampfmaßnahmen kommen.“
In den Betrieben werden vorsorglich Streikkomitees gewählt und Arbeitskampfmaßnahmen beschlossen. Deine Gewerkschaft GPA hat bereits die ÖGB-Streikfreigabe eingeholt. Sollte bei der nächsten Verhandlungsrunde am 28. Mai keine Einigung möglich sein, wird es zu Arbeitsniederlegungen kommen. Wir halten an ordentlichen Lohn- und Gehaltserhöhungen fest und fordern 3,5 Prozent mehr für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.
„Bei Kollektivvertragsverhandlungen stapeln die Arbeitgeber gerne sehr tief. Die bewusst verbreitete Untergangsstimmung sorgt aber für wachsenden Unmut unter den Beschäftigten. Denn in der Realität sind Produktionswert und Umsätze pro Kopf gestiegen. Teilweise ist die Auslastung so hoch, dass viele Überstunden geleistet und Kapazitäten ausgebaut werden.“
Nächste Verhandlung am 28. Mai
Neben einer Erhöhung von 3,5 Prozent fordert deine Gewerkschaft GPA auch eine bessere Bezahlung für sehr belastende Arbeitszeiten. So soll die Zulage für die zweite Schicht auf 1,50 Euro pro Stunde und für die dritte Schicht auf fünf Euro pro Stunde steigen. Zudem stehen unter anderem eine zusätzliche Pflegefreistellung für Eltern von Kindern mit Behinderung und die leichtere Erreichbarkeit der 6. Urlaubswoche auf dem Forderungsprogramm.
Der neue Kollektivvertrag mit höheren Löhnen und Gehältern sollte bereits seit 1. Mai gelten.
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