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KV 2026 Chemische Industrie: Abschluss in achter Runde

Streiks brachten Bewegung in Verhandlung – Nachhaltige Lohn- und Gehaltsentwicklung gesichert

Nach 14 Stunden einigten sich deine Gewerkschaften GPA und die  Gewerkschaft PRO-GE in der achten Verhandlungsrunde mit den Arbeitgebern auf einen Kollektivvertragsabschluss für die rund 50.000 Beschäftigten der Chemischen Industrie. Die Ist-Löhne und -Gehälter steigen um 1,8 Prozent, maximal aber um 100 Euro. Dazu kommt eine Einmalzahlung von 300 Euro oder ein zusätzlicher freier Tag. Die KV-Löhne und -Gehälter werden um 2 Prozent erhöht, Lehrlinge erhalten ebenfalls 2 Prozent mehr.

„Dass dieser harte Kompromiss erzielt werden konnte, ist auf die Kampfkraft der Belegschaften zurückzuführen. Ohne den großen Rückhalt und die Solidarität der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer wäre ein Abschluss nicht möglich gewesen.“
Mario Mayrwöger, Verhandler deiner Gewerkschaft GPA

Über sechs Runden beharrte die Arbeitgeberseite auf einer de facto Nulllohnrunde, erst durch Betriebsversammlungen, Warnstreiks und befristete Streiks kam Bewegung in die Verhandlungen. Noch in der siebten Runde lag das Angebot der Arbeitgeberseite bei lediglich 0,5 Prozent plus 300 Euro Einmalzahlung. Durch die Maßnahmen der Gewerkschaften konnte dieses um 1,3 Prozentpunkte auf 1,8 Prozent verbessert werden.

„Dauerhafte Lohn- und Gehaltserhöhungen sind essenziell für die Beschäftigten, sie leiden unter den steigenden Preisen. Deshalb haben wir nicht nachgegeben, bis sich die Arbeitgeberseite bewegt hat.“
Mario Mayrwöger, Verhandler deiner Gewerkschaft GPA

Im Rahmenrecht konnte man sich auf eine zusätzliche Woche Pflegefreistellung für Eltern von behinderten Kindern einigen. Darüber hinaus erhalten Lehrlinge, die die Lehrabschlussprüfung mit ausgezeichnetem Erfolg abschließen, 150 Euro, bei gutem Erfolg werden 100 Euro ausbezahlt.

Es ist unverständlich, dass man dieses Jahr acht Runden gebraucht habe, um ein Ergebnis zu erzielen. Bei künftigen Kollektivvertragsverhandlungen erwarten wir, dass die Arbeitgeberseite wieder mehr Verhandlungsbereitschaft zeigt.

Der Kollektivvertrag gilt rückwirkend ab 1. Mai 2026.