KV-IT 2026: Stockende Verhandlungen bringen erstmals Warnstreiks
Betriebsratsvorsitzende beschließen Kampfmaßnahmen
Nachdem auch in der sechsten Verhandlungsrunde für die rund 90.000 Angestellten der IT keine Einigung erzielt werden konnte, haben die Betriebsratsvorsitzenden der Branche nun beschlossen ein klares Zeichen in den Betrieben zu setzen. Zwischen 3. und 4. März werden erstmals Warnstreiks in der IT-Branche stattfinden.
„Wir haben immer wieder versucht eine Lösung am Verhandlungstisch zu ermöglich, doch das funktioniert nur, wenn auch tatsächlich beide Seiten daran interessiert sind“, betont Sandra Steiner, Verhandlungsleiterin der Gewerkschaft GPA. Stattdessen wurden die Verhandlungen fünf Runden lang mangels Angebot der Arbeitgeber:innen verzögert und nun ein Minimalangebot vorgelegt. Die Arbeitgeber müssen ihre Vorstellungen von einem möglichen Kompromiss deutlich nachbessern, damit eine vertretbare Lösung möglich wird.
„Dank dem Einsatz aller Kolleginnen und Kollegen liegt nun erstmals ein Angebot zur Erhöhung der Ist-Gehälter vor.“
Bei der Betriebsratsvorsitzenden-Konferenz am 20. Februar hat man deshalb gemeinsam beschlossen erstmals Warnstreiks in der IT-Branche abzuhalten: Die Rückmeldungen aus den Betrieben waren überwältigend. Die Beschäftigten stehen hinter ihrem Verhandlungsteam und setzen den nächsten Schritt, um für eine faire Anerkennung ihrer Arbeit zu kämpfen.
Mit der jüngsten Demonstration der Gewerkschaft GPA vor der Wirtschaftskammer habe man bereits einmal gezeigt, dass der Druck der Beschäftigten wirkt. Dank dem Einsatz aller Kolleginnen und Kollegen liegt nun erstmals ein Angebot zur Erhöhung der Ist-Gehälter vor. Jetzt werden wir gemeinsam dafür kämpfen, dass endlich eine vertretbare Lösung am Verhandlungstisch möglich wird!“